24-Stunden-Pflege begünstigt Abgabenhinterziehung

von Elisabeth Gamperl / 30.03.2015

Die Presse hat am Wochenende einen Artikel über die 24-Stunden-Pflege veröffentlicht: Die dunkle Seite der Pflege. Der Artikel erklärt am Beispiel der Pflegekraft Lenka, die sich im nördlichen Niederösterreich mit ein paar Kollegen um einen 94-jährigen Mann kümmert, das komplizierte Mosaik aus organisierter Abgabenhinterziehung und Sozialbetrug, gegenseitiger Abhängigkeit und finanzieller Bereicherung von Pflegegeldbeziehern.

Die Geschichte beschreibt, worüber niemand spricht: Die 24-Stunden-Pflege ist ein ungeregelter Raum, der Menschen ausbeutet.

Die Fakten: 2014 waren knapp 70.000 selbstständige Personenbetreuerinnen in Österreich angemeldet, davon rund 31.300 aus der Slowakei, rund 27.000 aus Rumänien und rund 4.100 aus Ungarn. Aus Österreich stammten nur knapp 1.600 Pflegekräfte.