Ein Abend voller Hass

von Barbara Kaufmann / 15.05.2015

Auszüge aus einem bunten Clubabend voller Antipathie, die mehr oder weniger originell formuliert ihren Weg in die NZZ.at-Redaktion gefunden hat.

Warum die Schweizer? Wozu braucht man da die Eidgenossen? Jeder weiß, es sind immer die Nachbarn, die die schlimmste Bedrohung für ein Land sind. Heute ist das der Tourismus. Die Schihütten und ihre Berge. Morgen dann die Medien. Die Schweizer sind unsere natürlichen Feinde. Und jetzt sollen wir auch noch mit ihrer Zeitung gleichgeschalten werden?! Ich verzichte schon jetzt. 

NZZ.at. Der Name ist schlecht gewählt. Er erinnert an „Neue Zürcher Zeitung.“

NZZ.at? Wofür steht das AT? Für Austrofaschismus? Hängt in der Bräunerstrasse auch der Dollfuss? Das nächste unnötige Massenverdummungsblatt! 

Liebe NZZ, von welchen Agenturen bezieht ihr Bilder, Informationen & Co? Ich habe mir ein Jahresabo überlegt, aber das auch nur, wenn ich eine unabhängige Berichterstattung geliefert bekomme. Aber wenn es wieder österreichische Journalisten sind, die dort schreiben, kann man das gleich vergessen. Da darf man sich kaum eine objektive und neutrale Berichterstattung erwarten. Es gibt eben kaum mehr unparteiische Journalisten, daher wird alles gefärbt sein. Ich lese seit Jahren keine Zeitung mehr, weil alle gekauft sind! 

Eine furchtbar überhebliche Zeitung. Ihr seid doch nur ein gekauftes Neos-Organ! NZZ.at ist eine Totgeburt. Habt ihr schon einen Leser? Statt hart zu recherchieren und Mächte aufzudecken, jammert ihr Journalisten lieber übers Internet. Wann hat denn die NZZ den letzten Saubären aus dem Land getrieben? nzz.at so wertvoll wie ein kleines Steak, so nötig wie ein Kropf! 

Sehr viele Frauen gibt es ja nicht bei NZZ.at Und die, die es gibt, sind wohl bestenfalls Quotenfrauen, wenn man sich so durchliest, was sie schreiben. Zur Behübschung können sie jedenfalls auch nicht dienen.

Als Beta-NZZ.at Leser habe ich mir inzwischen mein Urteil gebildet: Leser werden von euch Journalisten nicht als mündige Bürger wahrgenommen! NZZ.at – ein wienerischer Inzuchtsverein? Veranstaltungen nur im Wiener Büro und da nur die typischen Gesichter! Gehen sie in die Landeshauptstädte, wieso treten sie nicht einmal in Graz mit 50.000 Studenten und Schülern auf?

Schreiben Sie einmal über etwas wirklich Brisantes. Wie war das mit der Weinkönigin und unserem Landes-Capo? Es haben sich schon Leute dafür interessiert, aber die, die nachgefragt haben, mussten teuer bezahlen. Es sind auch welche verschwunden. Schreiben Sie einmal darüber! 

NZZ.at? Da sitzt die neoliberale Buberlpartie rund um Fle. Und dann ein paar, die keinen abkriegen und gegen die Männer wettern. Aber nur grad so viel wie es ihnen erlaubt wird. Grad so viel, dass es den Gender-Mainstream Wahnsinn füttert, der wie eine Krake alle Zeitungen fest im Griff hat. Wenn dann die Lesben zum letzten Gefecht rufen, dann wird das stillschweigend akzeptiert. Nicht umsonst sind die Neos pink. Und der CEO einer von ihnen. Und das soll liberal sein?

Ich teile Ihnen hiermit mit, dass ich mein Abo kündige und eine Storno-Bestätigung will. Ich habe noch kein einziges Exemplar der Zeitung bekommen und jetzt bin ich auch nicht mehr interessiert!