Was heute wichtig ist

01.04.2016

Nukleargipfel im Schatten von Terror. Die USA und China haben gemeinsame Schritte gegen eine mögliche Bedrohung durch nuklearen Terrorismus vereinbart. In einer Erklärung beider Länder hieß es am Donnerstag zum Auftakt eines Nukleargipfels von mehr als 50 Staats- und Regierungschefs, man wolle zusammen gegen den Schmuggel von Atommaterial vorgehen. Die Politiker wollen aber auch über den Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat sprechen. „Am Ende des Gipfels werden wir einen internationalen Fokus darauf richten, welche zusätzlichen Schritte wir im Licht der schrecklichen Tragödie in Brüssel unternehmen müssen“, sagte US-Präsident Barack Obama.
Tagesschau.de: Schulterschluss gegen den atomaren Terror

Amnesty: Türkei schiebt rechtswidrig Syrer ab. Die Türkei soll in den vergangenen Wochen massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland abgeschoben haben. Seit Jänner seien fast täglich Männer, Frauen und Kinder in Gruppen von bis zu 100 Menschen gegen ihren Willen zurückgeschickt worden, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Die genaue Zahl der Abschiebungen sei nicht bekannt. Amnesty befürchtet, dass Tausende von Menschen betroffen sein könnten.
Mehr über die Vorwürfe: Deutsche Welle

15 Prozent der Volksschüler schaffen Bildungsstandards nicht. Die Überprüfung der Bildungsstandards im Jahr 2015 im Fach Deutsch bei rund 75.000 Volksschülern der 4. Klasse hat zum Teil bedenkliche Ergebnisse hervorgebracht. So haben 15 Prozent der Schüler in mindestens drei der vier Bereiche – Leseverständnis, Textproduktion, Sprachbetrachtung, Hören – die Standards nicht erreicht. Groß sind vor allem die Unterschiede nach sozialen Gruppen. Im Schnitt waren aber die Ergebnisse 2015 besser als bei der Ausgangstestung 2010.
Die Presse: Rechtschreiben als wunder Punkt

Paris erwartet baldige Auslieferung Abdeslams. Eine Auslieferung des in Belgien festgenommenen mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam kann aus Sicht Frankreichs rasch erfolgen. Die Zustimmung des Verdächtigen sei nach belgischem Recht unwiderruflich, sagte der französische Justizminister Jean-Jacques Urvoas am Donnerstag laut seinem Ministerium in Paris. Das Verfahren werde kurz sein. Abgesehen von Ausnahmefällen erfolge eine Auslieferung innerhalb von zehn Tagen.
Mehr dazu von Reuters

Seselj-Urteil empört Kroaten. Der Freispruch für den serbischen Nationalistenführer Vojislav Seselj sorgt in Kroatien für Verärgerung. Kroatiens Außenminister Miro Kovac sprach von einem „beleidigenden“ und „schockierenden“ Urteil für „alle Opfer der großserbischen Politik“, das Innenministerium verhängte ein Einreiseverbot gegen den 61-Jährigen. Das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hatte am Donnerstag erklärt, Seselj könne keine direkte Mitschuld an Genozid, Mord, Zerstörung, Plünderungen und anderem mehr nachgewiesen werden.
Andreas Ernst über den Vater von Serbiens Rechtsextremen

Neuer Tesla vorgestellt. Tesla hat am Firmensitz in Kalifornien das erste Elektrofahrzeug für den Massenmarkt vorgestellt. Die Limousine im Format eines BMW 3er soll in den USA nicht mehr als 35.000 Dollar kosten und der Marke zum Durchbruch verhelfen.
Herbie Schmidt über Musks dritten Streich

Die irakisch-britische Stararchitektin Zaha Hadid ist tot. Sie erlag überraschend am Donnerstag in Miami (USA) im Alter von 65 Jahren einem Herzinfarkt, wie ihr Architekturbüro in London mitteilte. Dort sei sie wegen einer Bronchitis behandelt worden. Hadid zählt zu den eigenwilligsten und weltweit erfolgreichsten Architekten, 2004 wurde sie als erste Frau mit dem Pritzkerpreis ausgezeichnet.
Bildergalerie von NZZ.ch: Futuristin und Visionärin