Was heute wichtig ist

01.06.2016

Kenia schließt größtes Flüchtlingslager der Welt. Die Regierung in Nairobi hat die Schließung des Lagers Dadaab im Osten des Landes bis spätestens November angekündigt. Die Entscheidung sei endgültig, zitierte die BBC den Innenminister Joseph Nkaissery am Dienstagabend. Laut UNO leben mehr als 300.000 Menschen aus Somalia in dem Lager. Die Regierung begründete ihre Entscheidung damit, dass Terrorangriffe der al-Kaida von Dadaab aus geplant worden seien.
Bericht der BBC

Brasilien verliert obersten Korruptionsbekämpfer. Mit Fabiano Silveira verliert der Interimspräsident Michel Temer den zweiten Minister binnen 19 Tagen. Der Minister für Korruptionsbekämpfung gab am Dienstag seinen Rücktritt bekannt, nachdem ein abgehörtes Gespräch zwischen ihm und Senatspräsident Renan Calheiros aufgetaucht war. Im Mitschnitt kritisiert Silvera die Korruptionsermittlungen im Skandalfall um den staatlichen Energieriesen Petrobras und berät den verwickelten Senatspräsidenten. Vor gut einer Woche musste Temer bereits seinen Planungsminister Romero Jucá entlassen.
NZZ.ch: Zweifel an Brasiliens Interimsregierung

Opferzahl im Mittelmeer steigt auf über 1.000. Die Zahl der Flüchtlinge, die beim Versuch, über das zentrale Mittelmeer zu gelangen, in der vergangenen Woche ums Leben kamen, ist noch höher als zunächst befürchtet. Mehr als 1.000 Menschen seien bei der Überquerung ertrunken. Mehrere Holz- und Schlauchboote kenterten auf der Fahrt von Nordafrika nach Italien, teilte die Internationale Organisation für Migration am Dienstag mit. Die Fluchtroute auf der Seestrecke nach Europa über das zentrale Mittelmeer ist die mit Abstand gefährlichste.

Eröffnung des Gotthardbasistunnels. In der Schweiz wird am Mittwoch der längste Eisenbahntunnel feierlich mit einem Staatsakt eröffnet. Der Bau der 57 Kilometer langen Schienenverbindung durch die Alpen hat die Eidgenossenschaft rund 10 Milliarden Euro gekostet. Zu den Feierlichkeiten reisen unter anderen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi, Frankreichs Präsident François Hollande und Österreichs Bundeskanzler Christian Kern an.
NZZ.ch: Schwerpunkt Gotthardtunnel

Urteil gegen  Kapitän der Costa Concordia. Francesco Schettino ist in zweiter Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Schettino hatte die „Costa Concordia“ auf einen Felsen vor der italienischen Insel Giglio auffahren lassen und das Schiff vor der Evakuierung aller Passagiere selber verlassen. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.
Bericht auf ORF.at