Was heute wichtig ist

01.12.2015

Arbeitslosigkeit in Österreich steigt weiter. Auch im November ist die Arbeitslosigkeit in Österreich weitergestiegen. Inklusive knapp 71.000 Schulungsteilnehmern hatten 430.107 Menschen keinen Job. Das entspricht einem Anstieg von 22.901 oder 5,6 Prozent gegenüber dem November des Vorjahres.

Am stärksten ist dabei die Zahl der Langzeitarbeitslosen gestiegen, deren Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahresmonat verdreifacht. AMS-Chef Johannes Kopf sieht die schwache konjunkturelle Situation als Grund für diese Entwicklung.

Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer will gegen diese Entwicklung vorgehen und dafür Geld in die Hand nehmen. Mit zusätzlichen 300 Millionen Euro an Arbeitsmarktmitteln für 2016 werde es möglich, die „besonders von Ausgrenzung bedrohten Gruppen noch intensiver zu unterstützen“, hieß es in einer Aussendung des Sozialministeriums.
Der Standard/APA: 430.000 Menschen im November ohne Job

Berlin und Washington gehen in die Offensive. Die deutsche Bundesregierung hat den Militäreinsatz gegen den Islamischen Staat in Syrien beschlossen. Bis zu 1.200 Soldaten sollen demnach Frankreich, den Irak und die internationale Koalition im Kampf gegen die Dschihadisten unterstützen. Der Einsatz könnte bereits vor Weihnachten beginnen. Auch die USA wollen ihren Spezialeinsatz im Irak ausweiten. Das gab US-Verteidigungsminister Ashton Carter in Washington bekannt.
Zeit Online: Bundesregierung beschließt Anti-IS-Einsatz
BBC: US ,to deploy extra forces‘ to Iraq

USA verschärfen Einreisebestimmungen. Nach der Anschlagsserie von Paris verschärfen die USA für Millionen Geschäftsleute und Touristen aus dem Ausland die Einreisebestimmungen. Betroffen sind Bürger aus 38 Staaten, die bei einer Reise in die USA kein Visum beantragen müssen. Auch Österreich ist von den Maßnahmen betroffen. Einreisende sollen über Besuche in Staaten befragt werden, die „ein sicherer Rückzugsort für Terroristen“ sind. Zudem sollen verstärkt biometrische Daten wie Fingerabdrücke gesammelt werden.
NZZ: Nach Pariser Anschlägen – USA verschärfen Einreisebestimmungen

Indien präsentiert Solarallianz. Auf dem Weltklimagipfel in Paris hat Indien eine weltweite Allianz von 120 Staaten vorgestellt, die die Verwendung von Solarenergie forcieren wollen. Die Staaten wollen zu diesem Zweck eine Agentur gründen. Der Zusammenschluss sei ein „Sonnenaufgang der Hoffnung“, so der indische Premier Narendra Modi.
Guardian: India unveils global solar alliance of 120 countries at Paris climate summit

Entspannungsoffensive. Die USA drängen die Türkei und Russland zur Beilegung des Konflikts um den Abschuss des russischen Kampfjets an der türkisch-syrischen Grenze. US-Präsident Barack Obama drängt am Rande des Weltklimagipfels in Paris stattdessen darauf, sich „auf den gemeinsamen Feind“, den IS, zu konzentrieren. Russland hat zuvor noch behauptet, die türkische Regierung habe mit dem Abschuss eines russischen Militärflugzeugs ihre Einnahmen aus dem Ölschmuggel des IS schützen wollen. Präsident Putin nannte den Angriff auf den Jet einen „schweren Fehler“. Nach Angaben der Türkei hatte das Flugzeug ihren Luftraum verletzt. Beim Abschuss wurde ein Pilot getötet.
BBC: US urges Turkey and Russia to end row over downed plane
BBC: Russia says Turkey ,shot down plane for IS oil‘

Für Schirnhofer geht’s um die Wurst. Nach der Pleite der Lebensmittelkette Zielpunkt ist nun auch dessen Zulieferer, der Fleischanbieter Schirnhofer zahlungsunfähig. Das Unternehmen aus Kaindorf bei Hartberg in der Steiermark hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz beantragt. Das Gläubigerschutzverfahren soll noch am Dienstag eröffnet werden.
ORF: Zielpunkt-Pleite: Auch Schirnhofer insolvent

Spieglein, Spieglein an der Wand? Der Verlag des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel will 150 Arbeitsplätze, also jede dritte Stelle, streichen. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Betroffen seien demnach 35 Vollzeitstellen in der Redaktion, 14 in der Dokumentation und 100 im Verlag.
NZZ: Deutsches Nachrichtenmagazin will jede dritte Stelle abbauen