Was heute wichtig ist

02.06.2016

Land unter in Niederbayern. Bei dem katastrophalen Hochwasser in Niederbayern, das nach starken Regenfällen mehrere Orte in Bayern teils meterhoch überschwemmte, sind am Mittwoch vier Menschen ertrunken. Die braunen Wassermassen hatten Keller, Tiefgaragen und Erdgeschosswohnungen binnen kürzester Zeit überflutet und viele Autos weggerissen. Tausende Haushalte waren ohne Strom. Auch in Frankreich kam bei schweren Überschwemmungen mindestens ein Mensch ums Leben. In Teilen Oberösterreichs, vor allem im Innviertel, kam es zu Überflutungen. Etliche Straßen wurden gesperrt. Im Bezirk Braunau sind heute die Pflichtschulen geschlossen. Weitere starke Regenfälle wurden vorhergesagt.
Vier Tote und ein Vermisster nach Hochwasser – NZZ

Bestürzung nach Brandanschlag auf Asylquartier. Nach dem Brandanschlag auf ein noch nicht bewohntes Asylwerberwohnheim in Altenfelden in Oberösterreich hat die Landespolizeidirektion Oberösterreich für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter oder des Täters führen, bis zu 5.000 Euro ausgelobt. 48 Personen hätten demnächst in dem Asylquartier einziehen sollen, der Schaden beträgt laut Rotem Kreuz 300.000 Euro. Die Politik reagierte bestürzt. Das Rote Kreuz will aber an dem Projekt festhalten.
Asylquartiert wird wieder aufgebaut – Ö1

Gotthardbasistunnel feierlich eröffnet. Mit 57 Kilometern ist er der längste Tunnel der Welt. Am Mittwoch wurde in der Schweiz mit einem pompösen Festakt die Eröffnung des Gotthardbasistunnels gefeiert. Auch Staats- und Regierungschefs der Nachbarländer lobten das verbindende Element der neuen Strecke. Schließlich gilt die Bahnstrecke  unter den Alpen als „lebenswichtige Verbindung“ zwischen den Nordsee-Häfen von Rotterdam und Antwerpen und den Adria-Häfen.
Das gesamte NZZ-Dossier zum Gotthard

Große Wirtschaftspolitik in Wien. Die Europäische Zentralbank entscheidet heute in Wien über die Geldpolitik. EZB-Präsident Mario Draghi wird dabei bekanntgeben, wie genau das Programm zum Ankauf von Unternehmensanleihen vonstatten gehen soll. Auch die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) kommen heute in Wien zusammen, um über die künftige Förderpolitik des Kartells zu beraten. Das zu hohe Angebot am Markt hatte den Ölpreis im vergangenen Jahr massiv einbrechen lassen. Die OPEC geriet dadurch zunehmend unter Druck.
Auf NZZ.at: Michael Rasch über die Folgen der Negativzins-Politik der EZB
Bloomberg über einen möglichen Deal trotz der Konflikte in der OPEC

Saudi-Arabien investiert in Uber. Saudi-Arabien investiert über seinen Staatsfonds 3,5 Milliarden Dollar in den Fahrdienst Uber. Das Investment ist Teil einer groß angelegten Strategie, sich vom Ölgeschäft unabhängiger zu machen und stattdessen auf Innovation und moderne Dienstleistungen zu setzen. Laut eigenen Angaben macht das Investment Uber zum wertvollsten von Risikokapitalgebern gestützte Unternehmen.
Wie sich Saudi-Arabien für die Zeit nach dem Öl vorbereitet – NZZ.at

EU-Kommission verwarnt Polen. Die EU-Kommission verschärft ihre Gangart gegenüber Polen im Streit um das Verfassungsgericht des Landes. Aus Brüssel wurde eine offizielle Verwarnung an Warschau verschickt. Polens Regierung plant eine Justizreform, die Gewaltenteilung und rechtsstaatliche Kontrolle durch das Verfassungsgericht faktisch aushebelt. Vizekommissionspräsident Timmermanns betonte, der Dialog zur Lösung des Konflikts habe bis dato noch keine Fortschritte gebracht.
NZZ: Kein Kompromiss im Streit mit Polen