Was heute wichtig ist

02.08.2016

US-Luftangriffe in Libyen. Die USA fliegen erstmals Luftangriffe auf Stellungen in der libyschen IS-Hochburg Sirte, nachdem Libyen die USA um Hilfe gebeten hatte. Dies teilte der Ministerpräsident der von den Vereinten Nationen vermittelten Einheitsregierung, Fajis al-Sarraj, am Montag mit. Die Luftangriffe sind offenbar der Auftakt für ein größere Rolle der USA im Kampf gegen den IS in Libyen. Laut US-Angaben halten sich in Sirte noch 1.000 IS-Kämpfer auf.
US-Militär fliegt Luftangriffe auf IS in Libyen

Weitere Ermittlungen in Rouen. Die französische Polizei erforscht intensiv das Umfeld der beiden islamistischen Attentäter von Rouen. Sie hatten am 26. Juli in Saint-Étienne-du-Rouvray einen Priester ermordet und wurden dann von der Polizei erschossen. Unterdessen findet heute Nachmittag in der Kathedrale von Rouen eine öffentliche Trauerfeier für den 85 Jahre alten katholischen Geistlichen statt.

Armee-Umbau geht weiter. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan baut die türkische Armee nach dem gescheiterten Putschversuch radikal um. In seinem dritten Dekret seit Verhängung des Ausnahmezustands hat Erdogan die Landstreitkräfte, die Luftwaffe und die Marine ziviler Kontrolle unterstellt. Die oberste Befehlsgewalt soll künftig bei Präsident und Ministerpräsident liegen.
Erdoğan gibt sich die Oberbefehlsgewalt

Fünf tote Russen in Syrien. Ein russischer Helikopter ist im Norden Syriens unter Beschuss geraten. Alle fünf Insassen kamen bei dem Abschuss nahe Idlib ums Leben, wie der Kreml am Montag mitgeteilt hat. Wer den Helikopter abgeschossen hat, ist unklar. Russland beteuert, die Maschine habe Hilfsgüter nach Aleppo transportiert. Deutsche Medien berichten hingegen, dass der Hubschrauber Raketen an Bord gehabt haben soll.
Russischer Helikopter auf mysteriöser Mission abgeschossen

Abwahl von Maduro rückt näher. Das von der Opposition in Venezuela geplante Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro hat eine wichtige Hürde genommen. Wie der Nationale Wahlrat am Montagabend mitteilte, sei das notwendige Quorum in allen 24 Teilstaaten erreicht worden. Nun muss der Rat einen Zeitraum festlegen, in dem innerhalb von drei Tagen mindestens rund vier Millionen Unterschriften gesammelt werden müssen. Kommt die Zahl zusammen, gibt es ein Referendum. Die Opposition wirft Maduro vor, das Prozedere zu verschleppen, um Neuwahlen zu verhindern.
Franz Schellhorn über die Lage in Venezuela nach 20 Jahren Sozialismus