Was heute wichtig ist

02.09.2016

Britischer Außenminister Johnson bei Kurz in Wien. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) empfängt heute, Freitag, seinen britischen Amtskollegen Boris Johnson zu einem Arbeitsfrühstück. Als inhaltliche Schwerpunkte des Gesprächs wurden der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU, die Vorbereitung von Österreichs Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) 2017 und die Europa umgebenden Krisenherde genannt. Der Tory-Politiker Johnson ist seit Juli Außenminister des Vereinigten Königreichs.
NZZ.at: Boris Johnson stolpert auf die Weltbühne
NZZ.at: Des Boris Johnsons Bändigung
NZZ.at: Das Comeback des Boris Johnson

EU-Außenminister beraten über Türkei. Die EU-Außenminister kommen heute, Freitag, und morgen in Bratislava zusammen, um über die Beziehungen zur Türkei nach dem Putschversuch vom Juli zu sprechen. Die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei sind seither belastet. In der Nacht auf Donnerstag gab Ankara erneut die Entlassung von 8.000 Sicherheitskräften bekannt. Österreich, das einen Stopp der EU-Beitrittsgespräche mit Ankara fordert, ist durch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) vertreten.
NZZ.at Die türkische Armee nach dem Putschversuch
NZZ.at: Türkische Innenpolitik in Österreich
NZZ: Erneut 8000 Sicherheitskräfte entlassen
NZZ: Erdogan warnt Kurden vor „Terrorkorridor“ an türkischer Grenze

Friedliches Ende von Großdemos in Venezuela. Die konservative Opposition in Venezuela hat mit Straßenprotesten den Druck auf Präsident Nicolas Maduro erhöht, einen Volksentscheid über seine Absetzung zuzulassen. Im Osten der Hauptstadt Caracas gingen am Donnerstag hunderttausende regierungskritische Demonstranten auf die Straße. Ihnen stellten sich im Zentrum Maduros Anhänger entgegen. Der Polizei gelang es die beiden Lager auseinanderzuhalten, die Proteste verliefen friedlich.
NZZ.at: Venezuela: So stirbt ein Land
NZZ.at: Venezuelas Abschied von süßen Illlusionen
NZZ.at: Pulverfass Venezuela
BBC: Venezuela: Hundreds of thousands take part in rival marches
New York Times: Thousands March in Venezuela to Demand President’s Ouster
Venezuelans throng streets of The Guadian: Caracas seeking recall referendum for president

Chile verurteilt Ex-Agenten der Pinochet-Diktatur. Späte Gerechtigkeit für Opfer in Chile 26 Jahren nach Ende der Diktatur: Neun frühere Geheimagenten wurden wegen Entführung, Folter und Tötung von sechs politischen Gefangenen verurteilt. Richter Mario Carroza verurteilte die Angeklagten zu Haftstrafen zwischen drei und zehn Jahren sowie den chilenischen Staat zu Entschädigungszahlungen an die Familien der Opfer in Höhe von rund 600.000 Euro. Zwischen 1973 und 1990 wurden während der Diktatur von General Pinochet 40.018 Menschen aus politischen Gründen getötet, gefoltert und inhaftiert.
Neun Ex-Agenten 26 Jahre nach Ende der Pinochet-Diktatur verurteilt

SpaceX-Rakete auf Weltraumbahnhof Cape Canaveral explodiert. Auf dem US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ist eine Falcon-9-Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX explodiert. Die Explosion habe sich am Donnerstag in der Früh (Ortszeit) auf dem Gelände von SpaceX ereignet, berichteten US-Medien unter Berufung auf die US-Weltraumagentur NASA. Menschen sollen ersten Erkenntnissen zufolge nicht verletzt worden sein. Der Sachschaden dürfte aber immens sein. Die Fracht der Rakete, unter anderem mehrere Satelliten, wurde zerstört.
NZZ: Explosion erschüttert SpaceX-Startrampe in Florida
New York Times: SpaceX Rocket Explodes at Launchpad in Cape Canaveral
BBC: SpaceX rocket explodes at Cape Canaveral ahead of launch

Weltklimaschutzgipfel auf Hawaii eröffnet. Mit einem Aufruf zu mehr weltweiter Zusammenarbeit beim Klimaschutz ist am Donnerstagabend auf Hawaii (USA) das weltgrößte Treffen von Naturschützern eröffnet worden. „Globale Erwärmung und Klimawandel sind real, und sie erfordern reale Lösungen“, sagte Kamana’opono Crabbe, Leiter der für Hawaii zuständigen Regierungsbehörde. Der US-Bundesstaat ist vom steigenden Meeresspiegel bereits betroffen.
NZZ: Weltnaturschutzkongress auf Hawaii eröffnet
ORF.at: Weltklimaschutzgipfel auf Hawaii eröffnet

Sturm „Hermine“ soll als Hurrikan am Freitag Florida treffen. Der US-Bundesstaat Florida wappnet sich gegen einen Hurrikan. Der tropische Sturm „Hermine“ soll in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) in Hurrikan-Stärke die Küste treffen. Gouverneur Rick Scott rief bereits am Donnerstag vorsorglich für 51 der 67 Bezirke des Bundesstaates den Notstand aus. Zahlreiche Schulen bleiben geschlossen.
NZZ: Tropensturm „Hermine“ rast auf Florida zu
Florida storm upgraded to hurricane
The Guardian: Hurricane Hermine nears US as Florida braces for first direct hit in a decade