Was heute wichtig ist

02.11.2015

410.854 waren im Oktober arbeitslos. Das geht aus der heute veröffentlichten AMS-Statistik hervor. Damit überspringt die Arbeitslosigkeit die 400.000-Marke. Konkret waren 339.412 arbeitslos gemeldet, 71.442 Menschen machten eine Schulung. Auffällig ist ein deutliches Ost-West-Gefälle, wobei in Wien die meisten Menschen nach einem Job suchen.

Leopold Stefan beschreibt die fünf Baustellen auf dem Arbeitsmarkt

Erdoğan will nach Wahlsieg Verfassungsreform. Bei der Parlamentswahl in der Türkei hat Recep Tayyip Erdoğans islamisch-konservative Regierungspartei AKP mit 49,4 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit zurückerobert. Die AKP kann damit wieder allein regieren. Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu rief in einer Rede am Sonntagabend die anderen Parteien zur Hilfe bei einer Verfassungsreform auf. Diese soll ein Präsidialsystem etablieren.
Marco Kauffmann Bossart berichtet aus Istanbul
Was wird das nun für eine Ruhe sein, fragt sich Daniel Steinvorth

Johanna Mikl-Leitner sieht Transitzonen skeptisch. Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer haben sich am Sonntag in Berlin auf ein Positionspapier zur deutschen Asylpolitik geeinigt. Gemeinsam mit Österreich sollen ein Zentrum der Polizeiarbeit in unmittelbarer Grenznähe sowie gemeinsame Polizeistreifen entlang der grünen Grenze eingerichtet werden. Die österreichische Innenministerin Mikl-Leitner will erst einmal abwarten, wie das Konzept genau ausgestaltet wird.
Markus Ackeret weiß, wo die Bruchlinien des Positionspapiers liegen

Susanne Winter stellt Rückzug in den Raum. FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter deutete auf Facebook an, dass sie zurücktreten könnte. Weil sie antisemitische Aussagen auf ihrer Facebook-Seite gutgeheißen hatte, drohte ihr FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl mit dem Parteiausschluss. Sie selbst fühlt sich missinterpretiert und behauptet, ihr Lob habe sich nicht auf das antisemitische Posting eines Users bezogen, sondern auf einen Artikel über Ungarns Premier Viktor Orbán.
Der Standard hat Winter selbst erreicht

Experten bezweifeln IS-Bekenntnis nach Absturz russischer Maschine. Nach dem Absturz einer russischen Passagiermaschine auf der Sinai-Halbinsel ermitteln ägyptische und russische Behörden. Dem Bekenntnis eines dort aktiven IS-Ablegers, das Flugzeug zum Absturz gebracht zu haben, räumen Experten geringe Plausibilität ein. Bei dem Unglück am Samstag kamen alle 224 Insassen, russische Touristen, ums Leben.
Jürg Bischoff über den Stand der Ermittlungen

Sieg für Regierungspartei bei Wahl in Aserbaidschan. Bei der Parlamentswahl in der autoritär regierten Kaukasusrepublik Aserbaidschan hat sich ein deutlicher Sieg der Regierungspartei Neues Aserbaidschan abgezeichnet. Die Opposition und NGOs werfen der Regierung nun Manipulation vor. Die oppositionelle Musawat-Partei sprach am Sonntag von „zahllosen Fällen von Wahlbetrug“.