Was heute wichtig ist

02.11.2015

„Mechanische Einwirkung“ bei Sinai-Absturz. Die Fluggesellschaft schloss heute einen technischen Defekt oder einen Pilotenfehler vollkommen aus. Schuld am Absturz einer russischen Passagiermaschine auf der Sinai-Halbinsel soll eine nicht näher definierte „mechanische Einwirkung“ gewesen sein. 224 Menschen starben, ägyptische und russische Behörden ermitteln. Dem Bekenntnis eines dort aktiven IS-Ablegers, das Flugzeug zum Absturz gebracht zu haben, räumen Experten geringe Plausibilität ein.
Daniel Wechlin aus Moskau über das Statement der Fluggesellschaft

410.854 waren im Oktober arbeitslos. Das geht aus der heute veröffentlichten AMS-Statistik hervor. Damit überspringt die Arbeitslosigkeit die 400.000-Marke. Konkret waren 339.412 arbeitslos gemeldet, 71.442 Menschen machten eine Schulung. Auffällig ist ein deutliches Ost-West-Gefälle, wobei in Wien die meisten Menschen nach einem Job suchen.
Leopold Stefan beschreibt die fünf Baustellen auf dem Arbeitsmarkt

Johanna Mikl-Leitner sieht Transitzonen skeptisch. Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer haben sich am Sonntag in Berlin auf ein Positionspapier zur deutschen Asylpolitik geeinigt. Gemeinsam mit Österreich sollen ein Zentrum der Polizeiarbeit in unmittelbarer Grenznähe sowie gemeinsame Polizeistreifen entlang der grünen Grenze eingerichtet werden. Die österreichische Innenministerin Mikl-Leitner will erst einmal abwarten, wie das Konzept genau ausgestaltet wird.
Markus Ackeret weiß, wo die Bruchlinien des Positionspapiers liegen

Ultimatum an Susanne Winter. Die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter soll bis 19:00 Uhr zurücktreten, sonst wird sie ausgeschlossen. Das gab FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bekannt. Winter hatte antisemitische Aussagen auf ihrer Facebook-Seite gutgeheißen, sie selbst fühlt sich missinterpretiert und behauptet, ihr Lob habe sich nicht auf das antisemitische Posting eines Users bezogen, sondern auf einen Artikel über Ungarns Premier Viktor Orbán.
Der Standard hat Winter selbst erreicht

Erdoğan will nach Wahlsieg Verfassungsreform. Bei der Parlamentswahl in der Türkei hat Recep Tayyip Erdoğans islamisch-konservative Regierungspartei AKP mit 49,4 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit zurückerobert. Die AKP kann damit wieder allein regieren. Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu rief in einer Rede am Sonntagabend die anderen Parteien zur Hilfe bei einer Verfassungsreform auf. Diese soll ein Präsidialsystem etablieren.
Marco Kauffmann Bossart berichtet aus Istanbul
Was wird das nun für eine Ruhe sein, fragt sich Daniel Steinvorth

Sieg für Regierungspartei bei Wahl in Aserbaidschan. Bei der Parlamentswahl in der autoritär regierten Kaukasusrepublik Aserbaidschan hat sich ein deutlicher Sieg der Regierungspartei Neues Aserbaidschan abgezeichnet. Die Opposition und NGOs werfen der Regierung nun Manipulation vor. Die oppositionelle Musawat-Partei sprach am Sonntag von „zahllosen Fällen von Wahlbetrug“.

Dieses Jahr kein Life Ball. Das Event will sich laut Organisatoren „neu erfinden“ und soll erst 2017 wieder stattfinden.