Was heute wichtig ist

03.02.2016

Strengere Asylregeln. Die deutsche Regierung hat ein Asylpaket verabschiedet. Im Fokus stehen spezielle Aufnahmezentren, in denen bestimmte Gruppen von Asylwerbern beschleunigte Verfahren von maximal drei Wochen durchlaufen. Zudem beschloss das Kabinett, die nordafrikanischen Staaten Marokko, Algerien und Tunesien zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären. Flüchtlinge sollen mit zehn Euro pro Monat an den Kosten für Sprach- und Integrationskurse beteiligt werden.
Gesetzespäckchen für schnelle Verfahren

Einigung mit Großbritannien. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die von Ratspräsident Donald Tusk vorgestellte Einigung mit Großbritannien begrüßt. Großbritannien könne den vierjährigen Sicherheitsmechanismus für Sozialleistungen am Arbeitsmarkt in Anspruch nehmen. Durch die Einigung werde anerkannt, dass Großbritannien an die Grenze seiner Integrationsmöglichkeiten gestoßen sei.
Tusk kommt Cameron entgegen

Todesurteile aufgehoben. Ein ägyptisches Gericht hat die Todesurteile gegen 149 Islamisten aufgehoben und ein Wiederaufnahmeverfahren angeordnet. Etliche Menschenrechtsorganisationen hatten die Todesstrafen massiv kritisiert. Die Angeklagten waren schuldig gesprochen worden, elf Polizisten bei islamistischen Krawallen im Sommer 2013 „gelyncht“ zu haben.
Ägypten hebt 149 Todesurteile auf

Yahoo stellt sich zum Verkauf. Der kriselnde Internet-Pionier Yahoo erwägt den Verkauf von Unternehmensteilen für bis zu drei Milliarden Euro, in einem Umbau fallen rund 15 Prozent der Arbeitsplätze weg. Außerdem sollen „strategische Alternativen“ geprüft werden, hieß es zur Vorlage aktueller Quartalszahlen nach US-Börsenschluss am Dienstag. Mit dieser Formulierung stellte sich Yahoo faktisch zum Verkauf.
Yahoo stellt ein Schild auf: zu verkaufen

Erste Infektion durch Sex. Amerikanische Behörden haben erstmals eine durch ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgte Infektion mit dem Zika-Virus gemeldet. Der Patient oder die Patientin habe sich beim Sex mit jemandem infiziert, der oder die aus einem vom Virus stark betroffenen Land zurückgekehrt war, meldete die Gesundheitsbehörde in Dallas am Dienstag. „Jetzt wissen wir, dass das Zika-Virus durch Sex übertragen werden kann“, sagte Zachary Thompson, Direktor der texanischen Gesundheitsbehörde.
NZZ.ch: 13 Fakten zum Zika-Virus
Ein Experte erklärt im NZZ-Interview, wie man Zika bekämpfen muss