Was heute wichtig ist

03.02.2016

Spanien: Sozialist soll neue Regierung bilden. Gut sechs Wochen nach den Parlamentswahlen in Spanien hat König Felipe VI. den sozialistischen Parteichef Pedro Sánchez als neuen Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Bislang ist allerdings offen, wie der bisherige Oppositionsführer die erforderliche Mehrheit zusammenbekommen wird. Der amtierende Ministerpräsident Mariano Rajoy bekräftigte seinen Anspruch auf eine zweite Amtszeit. Rajoy verzichtete jedoch auf eine Kandidatur, weil ihm „im Augenblick“ die notwendige Mehrheit fehle.
Mehr zur Entscheidung des Königs auf NZZ.ch

Bericht: Amazon will bis zu 400 Buchläden eröffnen. Der Online-Einzelhändler Amazon plant laut dem Chef des zweitgrößten amerikanischen Einkaufszentrenbetreibers die Eröffnung einer eigenen Ladenkette. „Wie ich höre, peilen sie 300 bis 400 Buchläden an“, sagte Sandeep Mathrani, Geschäftsführer von General Growth Properties, am Dienstag während einer Konferenzschaltung mit Analysten. Amazon betreibt bislang einen einzigen Buchladen, der in seiner Heimatstadt Seattle liegt.
Das Wall Street Journal über Amazons Offline-Strategie

Yahoo stellt sich zum Verkauf. Der kriselnde Internet-Pionier Yahoo erwägt den Verkauf von Unternehmensteilen für bis zu drei Milliarden Euro, in einem Umbau fallen rund 15 Prozent der Arbeitsplätze weg. Außerdem sollen „strategische Alternativen“ geprüft werden, hieß es zur Vorlage aktueller Quartalszahlen nach US-Börsenschluss am Dienstag. Mit dieser Formulierung stellte sich Yahoo faktisch zum Verkauf.
Christiane Hanna Henkel über Marissa Mayers gescheiterte Pläne

USA melden Zika-Übertragung durch Sex. Amerikanische Behörden haben erstmals eine durch ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgte Infektion mit dem Zika-Virus gemeldet. Der Patient oder die Patientin habe sich beim Sex mit jemandem infiziert, der oder die aus einem vom Virus stark betroffenen Land zurückgekehrt war, meldete die Gesundheitsbehörde in Dallas am Dienstag. „Jetzt wissen wir, dass das Zika-Virus durch Sex übertragen werden kann“, sagte Zachary Thompson, Direktor der texanischen Gesundheitsbehörde.
NZZ.ch: 13 Fakten zum Zika-Virus
Ein Experte erklärt im NZZ-Interview, wie man Zika bekämpfen muss

Neues Datenschutzabkommen zwischen EU und USA. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die EU-Kommission und die US-Regierung auf neue Regeln beim Datenschutz geeinigt. Das teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Das neue Abkommen namens „Privacy Shield“ soll verhindern, dass EU-Behörden den Informationsaustausch zwischen Firmen auf beiden Seiten des Atlantiks einschränken müssen, weil in den USA nicht die gleichen Datenschutzbestimmungen gelten wie in Europa. Laut EU-Kommission hat die US-Regierung nun zugesichert, dass es keine massenhafte Überwachung von EU-Bürgern durch amerikanische Geheimdienste gebe.
Niklaus Nuspliger über den umstrittenen Ersatz für Safe Harbor

Mitterlehner: Russland-Sanktionen sind gescheitert. Das wiederholte Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) laut der Kleinen Zeitung mehrfach bei einem Treffen mit russischen Spitzenpolitikern und Gazprom-Chef Alexej Miller in Moskau. Ihre mögliche Aufhebung knüpfte er jedoch – wie die EU – an die Erfüllung des zweiten Abkommens von Minsk. Einen „konstruktiven Dialog“ halte er dennoch für unerlässlich, sagte Mitterlehner. Immerhin hingen 40.000 Arbeitsplätze in Österreich an den Geschäften mit Russland.
Die Kleine Zeitung über Mitterlehners Mission in Moskau