Was heute wichtig ist

03.08.2016

Türkei: Bereits 62.000 Staatsbedienstete „aus Dienst entfernt“. Die Zahl der nach dem Putschversuch in der Türkei außer Dienst gestellten Staatsbediensteten ist nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim auf 62.000 gestiegen. Seit dem 15. Juli seien 62.010 Bedienstete „aus dem Dienst entfernt“ worden, sagte er am Dienstag in einem von mehreren TV-Sendern ausgestrahlten Interview. Darunter seien 58.611 Suspendierungen und 3.499 dauerhafte Entlassungen; 20.000 Lehrer seien freigestellt worden.
Zum Türkei-Dossier auf NZZ.ch

Flüchtlinge: Griechenland fordert Plan B. Die griechische Regierung hat die EU zu Planungen für den Fall aufgerufen, dass die Türkei den Flüchtlingspakt scheitern lässt. Seine Regierung sei über das von Ankara angedrohte Scheitern der Flüchtlingsvereinbarung „sehr beunruhigt“, sagte Migrationsminister Ioannis Mouzalas der Bild-Zeitung. „Wir brauchen in jedem Fall einen Plan B.“ Die EU müsse sich Gedanken machen für den Fall, dass die Türkei ihre Grenzen für Flüchtlinge wieder öffne, verlangte der Minister. Zugleich forderte er die EU-Staaten zu mehr Einsatzbereitschaft bei der Aufnahme von Flüchtlingen auf.
Ralph Janik: Time to break up?

Nordkorea zündet wieder Rakete. Nordkorea hat am Mittwoch nach südkoreanischen Angaben erneut ein Raketengeschoss ins Meer abgefeuert. Es sei in der westlichen Provinz Hwanghae gestartet worden und in Richtung des Japanischen Meers vor der Ostküste des abgeschotteten Landes geflogen, teilte Südkoreas Militär am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit. Nordkorea testet immer wieder Raketengeschosse und andere Waffen. Das Manöver am Mittwoch war der vierte nordkoreanische Start eines Geschosses innerhalb von rund zwei Wochen.
Reuters über die Reaktionen aus Japan

Trauerfeier für getöteten Priester in Nordfrankreich. Eine Woche nach der Ermordung eines katholischen Priesters durch zwei Dschihadisten in Frankreich haben ihm rund 2.000 Menschen das letzte Geleit gegeben. Zu Beginn der Trauerfeier in der Kathedrale von Rouen wurde der Sarg mit den sterblichen Überresten von Pater Hamel vor den Altar getragen. Der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, rief Christen, Muslime und Juden zur Einheit auf. Er nannte die Anwesenheit von Vertretern der drei Weltreligionen in der Kathedrale ein Zeichen, dass sich ein solches Attentat im Namen einer Religion nicht wiederholen dürfe.
Nikos Tzermias: Abschied von Père Hamel

SPÖ für Abschaffung des Wahlarzt-Systems. Immer öfter werden Ärzte privat konsultiert, die Patienten holen sich dann einen Teil des Honorars von der Krankenkasse zurück. Geht es nach der SPÖ, sollen Wahlarztrechnungen von den Kassen nicht mehr refundiert werden. „Ich hinterfrage, ob man Wahlärzte überhaupt braucht“, sagte Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger dem Kurier. Bisher bekommen die Versicherten, die sich damit „kürzere Wartezeiten auf einen Termin und mehr Zuwendung durch den Arzt erkaufen“, 80 Prozent des entsprechenden Kassentarifs zurück.
Erwin Spindelberger im Kurier-Interview