Was heute wichtig ist

03.10.2016

Kolumbianer stimmten gegen Friedensvertrag mit FARC. Rückschlag für den Friedensprozess in Kolumbien: Der historische Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen ist in einem Referendum am Sonntag überraschend abgelehnt worden. Eine knappe Mehrheit von 50,22 Prozent votierte mit „Nein“. Präsident Juan Manuel Santos räumte seine Niederlage ein, sagte aber: „Ich gebe nicht auf. Ich werde mich bis zum letzten Tag meiner Amtszeit um den Frieden bemühen“. Der Waffenstillstand mit den FARC bleibe zunächst in Kraft. Die Rebellen betonten, sie wollten ihre Verwandlung in eine politische Bewegung fortsetzen.
NZZ: Kolumbien sagt „No“ zum Friedensabkommen
NZZ: Süsser Frieden mit bitterem Beigeschmack
The Guardian: Colombia referendum rejects peace deal with Farc guerrillas
BBC: Colombia referendum: Voters reject Farc peace deal
NYT: Colombia Peace Deal Is Defeated, Leaving a Nation in Shock

Orbán lehnt EU-Flüchtlingspolitik weiter ab. Nach dem gescheiterten Referendum in Ungarn zur EU-Flüchtlingspolitik hat Regierungschef Viktor Orbán seine Ablehnung der Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU bekräftigt. „Brüssel kann Ungarn nicht seinen Willen aufzwingen“, sagte Orbán am Sonntagabend in Budapest. „Brüssel oder Budapest, das war die Frage, und die Menschen haben Budapest gesagt.“ An der Abstimmung nahmen am Sonntag nur 45 Prozent der Wahlberechtigten teil. Für einen gültigen Ausgang hätten mehr als 50 Prozent eine gültige Stimme abgeben müssen. Während die nationalkonservative Fidesz-Regierung das Ergebnis dennoch als Sieg feierte, forderte die sozialliberale Opposition den Rücktritt von Orbán.
NZZ: Eine Schlappe für Orban
NZZ: Orban kündigt Verfassungsänderung an
NZZ.at: Das Resultat steht fest – Orbans Triumph nicht
The Guardian: Hungary’s refugee referendum not valid after voters stay away

Syrien-Krieg: EU verkündete Nothilfeplan für Aleppo. Angesichts der katastrophalen Lage der Menschen in der syrischen Stadt Aleppo hat die EU eine „humanitäre Soforthilfe“ gestartet. Wie die EU-Kommission am Sonntag mitteilte, stellt sie 25 Millionen Euro für einen Hilfskonvoi zu Verfügung, der unter anderem Nahrungsmittel, Wasser und Medizin nach Aleppo und in andere Krisengebiete bringen soll. Rund 250.000 Menschen sind seit einer neuen Offensive der syrischen Armee im Ostteil Aleppos eingeschlossen. Die Kämpfe gehen unterdessen weiter.
NZZ: EU verkündet 25-Millionen-Euro-Nothilfeplan für Aleppo
NZZ: Syrische Armee fordert Rebellen zur Aufgabe auf
NZZ.at: Fehlende Optionen in Syrien: Die Zeit der Selbsttäuschung ist zu Ende
BBC: What Syria reveals about the new world order

Prozessauftakt nach Mord an Kremlgegner Nemzow. Eineinhalb Jahre nach dem Mord an dem prominenten russischen Kremlgegner Boris Nemzow müssen sich fünf Tatverdächtige ab Montag vor einem Militärgericht in Moskau verantworten. Alle fünf Angeklagten stammen aus der Teilrepublik Tschetschenien. Die Anklage geht von einem Auftragsmord aus. Der Oppositionspolitiker und frühere Vizeministerpräsident war am 27. Februar 2015 in der Nacht in Sichtweite des Kremls erschossen worden. Die Tat löste international Bestürzung aus.
NZZ.at: Immer mehr Rätsel im Fall Nemzow
NZZ.at: Zwei Stunden über Boris Nemzow
NZZ.at: Wer war Boris Nemzow?
orf.at: Mord an Kremlgegner Nemzow: Prozess beginnt

Landeshauptleute-Konferenz beginnt in der Steiermark. Die Konferenz der Landeshauptleute in der Steiermark beginnt am Montagnachmittag mit einem nicht medienöffentlichen Zusammentreffen mit Gastgeber Hermann Schützenhöfer (ÖVP) in der Südoststeiermark. Bei den Gesprächen der neun Länderchefs geht es unter anderen um Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich sowie Deregulierungs-und Entbürokratisierungsschritte. Am Dienstag stoßen dann auch Kanzler Christian Kern (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zu den Gesprächen.
orf.at: Landeshauptleutekonferenz in der Steiermark startet

Medizin-Nobelpreisträger werden bekannt gegeben. Am Montag wird in Stockholm der Gewinner des diesjährigen Nobelpreises für Physiologie oder Medizin verkündet. Die Auszeichnung ist mit acht Millionen Schwedischen Kronen (831.000 Euro) dotiert. Im vergangenen Jahr hatten die Parasitenforscher Youyou Tu, William Campbell und Satoshi Omura die begehrte Auszeichnung bekommen. Am Dienstag erfolgt die Bekanntgabe des bzw. der Preisträger des Physik- und am Mittwoch des Chemienobelpreises.
NZZ: Drei Parasiten- und Malariaforscher ausgezeichnet
Der Standard: Die österreichischen Fast-Nobelpreisträger