Was heute wichtig ist

03.12.2015

Schießerei in Kalifornien mit 16 Toten. Schwer bewaffnete Attentäter haben in der kalifornischen Stadt San Bernardino am Mittwochabend eine Mitarbeiterfeier in einer Sozialeinrichtung angegriffen. Die Polizei hat zwei Verdächtige erschossen. Ein mutmaßlicher Angreifer ist als US-Bürger aus San Bernardino identifiziert worden. Es war bereits die 351. Massenschießerei in den USA in diesem Jahr, bei der mindestens vier Menschen angeschossen wurden. Weil es sich nicht um einen Amoklauf, sondern eine vorbereitete Aktion gehandelt hat, spricht die Polizei in San Bernardino von „einer einheimischen terroristischen Situation“.
Bericht der LA Times
Was bis jetzt über die Situation bekannt ist (Quartz)

Anti-IS-Koalition wird größer. Großbritannien hat am Donnerstag Angriffe auf Ölfelder der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien geflogen. Das gab die Regierung in London bekannt. In der Nacht auf Donnerstag hatte das Parlament Premierminister David Cameron dafür mit breiter Mehrheit die Zustimmung gegeben.
London kämpft auch in Syrien gegen den IS (NZZ)

Neue Verhaftungen in Causa Fifa. Donnerstagfrüh hat es erneut Verhaftungen im Korruptionsskandal um den Fußballweltverband Fifa gegeben. Die New York Times berichtet von zwölf Festnahmen von Spitzenfunktionären. Das Schweizer Bundesamt für Justiz (BJ) bestätigt zwei Verhaftungen. Das Timing ist dabei interessant. Heute tagt das Fifa-Exekutivkomitee in Zürich, es wird entscheiden, welche Reformen der Institution dem Fifa-Kongress vorgelegt werden sollen.
Unsere Schweizer Kollegen berichten live
Der Ausblick auf die Reformen bei der Fifa (NZZ)
Bericht der NYT zu den Verhaftungen am Donnerstag

Pistorius in Berufungsverfahren verurteilt. Der südafrikanische Sprintstar ist wegen Mordes an seiner Freundin Reeva Steenkamp verurteilt worden. Oscar Pistorius drohen 15 Jahre Haft.
Hintergründe zum Prozess

EZB vor Entscheidung. Am Donnerstagnachmittag dürfte die Europäische Zentralbank eine weitere geldpolitische Lockerung bekanntgeben. Geld in der Eurozone soll dann noch „billiger“ zur Verfügung stehen. Dass die Inflationsrate im Euroraum so niedrig ist, gefällt den Währungshütern gar nicht. Konkret könnten sie daher die Zinsen für Guthaben großer Banken noch weiter ins negative Terrain senken oder das Anleihenkaufprogramm von derzeit 60 Milliarden Euro pro Monat bis September 2016 ausweiten.
NZZ-Korrespondentin Claudia Aebersold Szalay hat sich die Optionen genau angesehen

Kurz: Geschlechtertrennung bei AMS-Kursen für Araber falsch. Die Kompetenzchecks müssten von Beginn an in gemischten Kursen stattfinden. So will es Integrationsminister Sebastian Kurz. Eine Trennung sei das falsche Signal. Falls Asylwerber die Kurse dann nicht mehr besuchen, soll die Mindestsicherung gekürzt werden. AMS-Chefin Petra Draxl hält das Teilen für notwendig. Frauen hätten schlicht andere berufliche Erfahrungen und Qualifikationen.
Das Ö1-Morgenjournal zum Nachhören
Die Auseinandersetzung zusammengefasst auf derstandard.at