Was heute wichtig ist

03.12.2015

Schießerei in Kalifornien mit 14 Toten. Schwer bewaffnete Attentäter haben die kalifornische Stadt San Bernardino am Mittwochabend terrorisiert. Sie haben eine Mitarbeiterfeier in einer Sozialeinrichtung in Kalifornien angegriffen und dabei 14 Menschen getötet, 17 weitere verletzt. Bei einem darauf folgenden Schusswechsel mit der Polizei seien die beiden Angreifer getötet worden. Ein Verdächtiger ist als US-Bürger aus San Bernardino identifiziert worden. Ein Mann mit demselben Namen arbeitet bei den Gesundheitsbehörden, die die Feier in der Sozialeinrichtung für Behinderte abhielten, berichtete die LA Times. Einer Beobachtungsstelle zufolge war es bereits die 351. Massenschießerei in den USA in diesem Jahr, bei der mindestens vier Menschen angeschossen wurden. Weil es sich nicht um einen Amoklauf, sondern eine vorbereitete Aktion gehandelt hat, spricht die Polizei in San Bernardino von „einer einheimischen terroristischen Situation“.
Bericht der LA Times
Was bis jetzt über die Situation bekannt ist (Quartz)

Neue Verhaftungen in Causa Fifa. Donnerstagfrüh hat es erneut Verhaftungen im Korruptionsskandal um den Fußballweltverband Fifa gegeben. Die New York Times berichtet von Festnahmen von Spitzenfunktionären, die Behörden hätten ab 6 Uhr im Luxushotel Baur au Lac in Zürich mehr als ein Dutzend Personen festgenommen. Das Timing ist dabei interessant. Heute tagt das Fifa-Exekutivkomitee in Zürich, es wird entscheiden, welche Reformen der Institution dem Fifa-Kongress vorgelegt werden sollen.
Der Ausblick auf die Reformen bei der Fifa (NZZ)
Bericht der NYT zu den Verhaftungen am Donnerstag

Anti-IS-Koalition wird größer. Großbritannien hat am Donnerstag erste Luftangriffe auf Ziele der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien geflogen. Das gab die Regierung in London bekannt. In der Nacht auf Donnerstag hatte das Parlament Premierminister David Cameron dafür mit breiter Mehrheit die Zustimmung gegeben.
London kämpft auch in Syrien gegen den IS (NZZ)

Lisa Pathfinder auf dem Weg ins All. Die Weltraumorganisation ESA hat einen neuen Wissenschaftssatelliten ins All geschickt. Er soll Technik testen, um Gravitationswellen im All messen zu können. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat den Satelliten „Lisa Pathfinder“ am Donnerstagmorgen von der Station Kourou in Französisch-Guayana in Südamerika an Bord einer Vega-Trägerrakete losgeschickt. Der Satellit soll sein Ziel in etwa 1,5 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde Richtung Sonne erreichen.
ESA-Video vom Raketenstart

Der Iran wollte die Bombe. Bis 2003 soll der Iran koordiniert an einer Atombombe gearbeitet haben. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA). Die Forschung sei aber nie über Machbarkeits- und Wissenschaftsstudien hinausgegangen.
Der Verdacht gegen den Iran hat sich erhärtet (NZZ)

EZB vor Entscheidung. Am Donnerstagnachmittag dürfte die Europäische Zentralbank eine weitere geldpolitische Lockerung bekanntgeben. Geld in der Eurozone soll dann noch „billiger“ zur Verfügung stehen. Dass die Inflationsrate im Euroraum so niedrig ist, gefällt den Währungshütern gar nicht. Konkret könnten sie daher die Zinsen für Guthaben großer Banken noch weiter ins negative Terrain senken oder das Anleihenkaufprogramm von derzeit 60 Milliarden Euro pro Monat bis September 2016 noch ausweiten.
NZZ-Korrespondentin Claudia Aebersold Szalay hat sich die Optionen genau angesehen