Was heute wichtig ist

04.03.2016

Lula da Silva festgenommen. Die brasilianischen Bundesbehörden haben im Zuge der Ermittlungen zu einem Korruptionsskandal um den staatlichen Erdölproduzenten Petrobras den ehemaligen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva in seiner Wohnung in São Bernardo festgenommen und zu einem Verhör abgeführt. Da Silva gilt als politischer Ziehvater der amtierenden Präsidentin Dilma Rousseff, die wegen der Affäre politisch immer mehr unter Druck gerät. Das Verhör soll nach bisherigen Informationen aus Sicherheitsgründen in den Räumlichkeiten der Bundespolizei im Flughafen Congonhas, dem Stadtflughafen von São Paulo, stattfinden.
Brasiliens Ex-Präsident Lula zum Verhör abgeführt
Brazilian police detain former president Lula in corruption inquiry

Schweiz steuert Zuwanderung aus EU. Die Schweiz hat heute der Ausweitung der Personenfreizügigkeit auf Kroatien zugestimmt. Gleichzeitig einigte sich der Bundesrat, die eidgenössische Regierung, auf die Umsetzung des umstrittenen Zuwanderungsartikels. Dieser war per Volksabstimmung in die Verfassung aufgenommen worden und fordert eine Begrenzung der Zuwanderung. Der Forderung stehen derzeit die Verträge mit der Europäischen Union entgegen. Die Schweiz strebt dennoch nach wie vor eine einvernehmliche Lösung mit Brüssel an.
Bundesrat will trotz Schutzklausel einvernehmliche Lösung

Nordkorea droht wieder einmal mit Atomwaffen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat die sofortige Einsatzbereitschaft seiner Atomwaffen angeordnet – auch für einen Präventivschlag. Die Atomsprengköpfe müssten jederzeit abgeschossen werden können. Derartige Drohungen sind in Zeiten erhöhter Spannungen zwischen Nord- und Südkorea fast an der Tagesordnung, ein Säbelrasseln war nach der drastischen Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea durch den UNO-Sicherheitsrat erwartet worden.
Die NZZ berichtet über die neueste Drohgebärde
Der Guardian über die Mobilmachung der Nuklearwaffen

Vermutlich terroristisch motivierter Angriff auf deutschen Polizisten. Eine 15-Jährige hat in Hannover einen Beamten der deutschen Bundespolizei angegriffen und schwer verletzt. Das Mädchen stach den Polizisten mit einem Küchenmesser in den Hals. Sie stand offenbar bereits unter Beobachtung der Verfassungsschutzbehörden.
Der Spiegel berichtet über den Vorfall

Spanien sucht weiter nach Regierung. Das spanische Parlament wird heute erneut über die Kandidatur des Sozialisten Pedro Sánchez für das Amt des Regierungschefs abstimmen. Dem 44-Jährigen würde inzwischen schon eine einfache Mehrheit für die Wahl zum Ministerpräsidenten reichen. Bei der ersten Abstimmung am Mittwoch war Sánchez durchgefallen.
Was bisher geschah

Bislang fernste Galaxie gesichtet. Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat die bislang fernste Galaxie gefunden. Das Licht der Sterneninsel scheint aus einer Rekordentfernung von 13,4 Milliarden Lichtjahren zur Erde. Damit ist die Galaxie mit der Katalognummer GN-z11 noch 200 Millionen Lichtjahre weiter von uns entfernt als der bisherige Rekordhalter.