Was heute wichtig ist

04.04.2016

Panama Papers. Zwölf amtierende und frühere Staatschefs, unter ihnen der russische Präsident Putin, sollen Vermögenswerte in Offshore-Briefkastenfirmen versteckt haben. Dies kommt durch ein Datenleck ans Licht. knapp 11,5 Millionen Dokumente mit einem Volumen von 2,7 Terabyte wurden dabei der Süddeutschen Zeitung aus der Steueroase Panama zugespielt. Auch Namen und Banken aus Österreich tauchen immer wieder auf. So sollen die Raiffeisen Bank International und die Hypo Vorarlberg nach den Recherchepartnern ORF und der Stadtzeitung Falter Briefkastenfirmen auf Panama für Kunden eingerichtet haben.
9 Fragen und Antworten zu den Panama Papers – NZZ.at
Panama Papers im Überblick – Süddeutsche Zeitung
Die Spezialsendung der ZIB 2 zu der Causa

Spitzenpolitiker betroffen. Besonders interessant ist die Liste amtierender und ehemaliger Spitzenpolitiker mit Briefkastenfirmen auf Panama. Am brisantesten ist vermutlich das Netz von Offshore-Firmen des russischen Cellisten Sergei Roldugin. Nach Überzeugung des Medien-Konsortiums hat er als Strohmann von Wladimir Putin fungiert. Über sein Netzwerk sind insgesamt zwei Milliarden Dollar geflossen. Aber auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, der isländische Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson, der saudische König Salman sowie die Familie des chinesischen Staats- und Parteichefs Xi Jinping sollen hinter Briefkastenfirmen stecken.
Schwarzgeldaffäre um Putin und weitere Politiker – NZZ.at

Dramatische Lage in Griechenland. Noch ein Leak hatte sich am Wochenende ereignet. Der Mitschnitt eines internen Gesprächs von Vertretern des Internationalen Währungsfonds zur Lage in Griechenland ist durchgesickert. Darin wird auch ein möglicher Zahlungsausfall thematisiert. IWF-Chefin Christine Lagarde hat bereit in einem scharfen Brief an Griechenlands Regierungschef Tsipras auf dessen Forderung nach einer Erklärung reagiert. Es sei entscheidend, dass die griechischen Behörden ein Umfeld sicherstellen würden, das die Vertraulichkeit der internen Diskussionen der IWF-Vertreter respektiere.
Scharfe Antwort von Lagarde – NZZ.at
Der Mitschnitt zeigt die großen Probleme Griechenlands

Griechenland schiebt Flüchtlinge in die Türkei ab. Knapp drei Wochen nach Abschluss des Flüchtlingspaktes von EU und Türkei werden heute die ersten Migranten aus Griechenland in die Türkei zurückgebracht. Etwa 400 Asylsuchende werden von den Inseln der Ostägäis abgeschoben. Das umstrittene Abkommen sieht vor, dass alle Flüchtlinge und Migranten, die seit dem 20. März illegal nach Griechenland übergesetzt sind, von Montag an zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden können. Ausgenommen sind nur Menschen, die nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden. Die Behörden rechneten mit Widerstand, bei der Küstenwache war von einer explosiven Stimmung unter den Flüchtlingen die Rede. In der Türkei wiederum gab es Proteste gegen die Aufnahme der Menschen.
Griechenland beginnt mit Abschiebungen – NZZ.ch

Der Territorialkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Nagorni Karabach eskaliert erneut. Bei Kämpfen mit Raketen, Artillerie und Panzern wurden am Wochenende mindestens 32 Personen getötet. Aserbaidschan verkündete am Sonntag eine einseitige Waffenruhe gegen die armenischen Separatisten, diese dementierten umgehend. Es handelt sich um die schlimmsten Auseinandersetzungen seit Ende des Krieges 1994.
NZZ-Bericht