Was heute wichtig ist

04.10.2016

USA stellen Gespräche mit Russland über eine Waffenruhe in Syrien ein. Russland sei seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Die USA hätten alles für eine Lösung im Bürgerkriegsland getan. Das teilte John Kirby, Sprecher des Außenministeriums in Washington, am Montag mit. Der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, zeigte sich „sehr enttäuscht“ über den Abbruch der Gespräche. Die Vereinten Nationen wollen aber weiter an einer politischen Lösung für Syrien arbeiten.
NZZ.ch: USA beenden Syrien-Gespräche mit Russland
NZZ.ch: Uno will weiter nach politischer Lösung suchen
BBC: Syria conflict: US suspends talks with Russia
New York Times: Tension with Russia Rises as U.S. Halts Syria Negotiations

Kolumbiens Präsident will neuen Dialog mit FARC-Rebellen. Die Kolumbianer hatten den Friedensvertrag mit den FARC-Rebellen in einem Referendum abgelehnt. Präsident Juan Manuel Santos beauftragte seinen Chefunterhändler, die Gespräche „so schnell wie möglich“ wieder aufzunehmen. Das sagte er in einer Fernsehansprache am Montag. Unterdessen machte sich ein UNO-Sondergesandter in die Region auf. Er soll die Verhandlungen in Havanna unterstützen.
NZZ.ch: 5 Fragen zum gescheiterten Friedensvertrag
NZZ.ch: Kolumbien sagt „No“ zum Friedensabkommen
BBC: Colombia’s President Santos tries to save peace deal
The Guardian: Colombia’s Brexit moment as politicians misjudge popular anger at Farc amnesty

Europaparlament stimmt über Weltklimavertrag ab. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wird bei der Abstimmung am Dienstag anwesend sein. Die EU-Staaten haben den Weg für die Abstimmung bereits letzte Woche freigemacht. Eine Mehrheit im Parlament für den Vertrag gilt als sicher. Bereits Ende der Woche könnte die Ratifizierung abgeschlossen sein. Damit wäre die EU offiziell Partner im Vertrag, der vergangenes Jahr in Paris ausgehandelt wurde. Indien hat das Abkommen am Wochenende verabschiedet.
NZZ.at: Globaler Klimaschutz: Uno-Vertrag tritt bald in Kraft
NZZ.ch: Indien ratifiziert den Weltklimavertrag

Stiftung von Donald Trump darf in New York keine Spenden mehr sammeln. Die Stiftung würde gegen New Yorker Gesetze verstoßen. Etwa habe sie Gelder ohne die notwendige Zulassung eingenommen. Die maximal zulässige Summe an Einnahmen sei für 2016 bereits überschritten. Das teilte das Büro von Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman am Montag mit. Die Stiftung hat nun 15 Tage Zeit, um die fehlenden Unterlagen einzureichen. Sammelt sie dennoch weiterhin Spenden, wäre das „fortwährender Betrug“. Unterdessen wurde bekannt, dass Trump jahrelang keine Steuern entrichtet haben soll.
NZZ.at: Der Fall Donald Trump: Das Spiel mit den Millionenverlusten
New York Times: State Attourney General Orders Trump Foundation to Cease Raising Money in New York
The Guardian: New York attorney general orders Trump Foundation to stop fundraising

Knapp 385 Millionen Kinder leben weltweit in extremer Armut. Das geht aus einem Bericht der Kinderschutzorganisation UNICEF hervor. Jedes zweite Kind in Afrika südlich der Sahara ist von extremer Armut betroffen. Im südlichen Asien, vor allem in Indien, sind mehr als ein Drittel der Kinder betroffen. Der Bericht wurde in der Nacht auf Dienstag in New York veröffentlicht.
BBC: Unicef: Fifth of developing world children in extreme poverty
New York Times: Children Suffer Most From Extreme Poverty