Was heute wichtig ist

05.11.2015

2017 erwartet die EU drei Millionen Flüchtlinge. Das erklärte heute die Brüsseler Behörde in ihrem Wirtschaftsausblick für die Jahre 2015 bis 2017. Der Flüchtlingsandrang werde laut dem EU-Kommissar Pierre Moscovici eine „schwache, aber positive“ Wirkung auf das Wirtschaftswachstum in der EU haben.
ORF.at: EU erwartet drei Mio. Flüchtlinge bis 2017

Kurz möchte Wertekurse für Flüchtlinge. Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) möchte, dass unter anderem in Sprachkursen auch Werte mitvermittelt werden. Das sagte er am Donnerstag bei einem Besuch in Vorarlberg, bei dem er Details seines Integrationsplans nannte. Basis für diese Wertevermittlung könnte eine Art „Rot-Weiß-Rot-Fibel“ sein.
Die Presse: Kurz will verpflichtende Werteschulung
In Norwegen gibt es etwas Ähnliches

Konrad als möglicher Innenminister. Im heutigen Ö1-„Mittagsjournal“ brachte Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) Flüchtlingskoordinator Christian Konrad als Innenminister ins Spiel. Konrad sei eine Überlegung wert, sagte Häupl und stellte gleichzeitig die derzeitige Innenminsterin Johanna Mikl-Leitner infrage.
Das Ö1-Journal mit Michael Häupl zum Nachhören

Steht der IS hinter dem Airbus-Absturz am Sinai? Die Briten vermuten, dass  die Terrororganisation „Islamischer Staat“ für den Absturz des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten verantwortlich ist. Es bestehe eine „beträchtliche Möglichkeit“, sagte Außenminister Philip Hammond dem britischen Sender Sky Television. Die britische Regierung riet von Flugreisen an den Flughafen Sharm-el-Sheik am Roten Meer ab.
Spiegel Online: Airbus-Absturz: Großbritannien vermutet IS hinter dem Airbus-Absturz
Der Guardian schätzt, dass derzeit 20.000 Briten in Sharm-el-Sheik urlauben

Rumänien hat einen neuen interimistischen Ministerpräsidenten. Heute wurde der bisherige sozialdemokratische Bildungsminister Sorin Campeanu (PSD) vom rumänischen Präsidenten Klaus Johannis zum interimistischen Ministerpräsidenten ernannt. Johannis erklärte angesichts der massiven Proteste, dass er auch die „Stimme der Zivilgesellschaft“ bei Entscheidungen berücksichtigen wolle. Am Mittwoch war der bisherige sozialdemokratische Regierungschef Victor Ponta zurückgetreten, trotzdem  haben sich gestern Abend erneut zehntausende Demonstranten in Bukarest versammelt. Nach einem verheerenden Brand in einem Nachtklub am Samstag wird unter dem Slogan „Korruption tötet“ laufend gegen die weit verbreitete Korruption und Misswirtschaft protestiert.
Paul Flückiger über Pontas schnellen Rückzug