Was heute wichtig ist

06.01.2016

Empörung über Nordkoreas Atomtests. Mit einem Beben der Stärke zwischen 4,9 und 5,2 in Südkorea, China, den USA und Europa zeigten sich die Auswirkungen des Atomtests, den Nordkorea nach eigenen Angaben am Mittwoch im Pazifik durchgeführt hat. Eine Wasserstoffbombe sei erfolgreich gezündet worden, hieß es im staatlichen Fernsehen. Atom-Experten bezweifeln aber aufgrund des Radius, dass es sich tatsächlich um eine H-Bombe handelte. Südkorea und andere Staaten verurteilten das Vorgehen Nordkoreas als gezielte Provokation. Der UN-Sicherheitsrat hat eine Dringlichkeitssitzung einberufen.
Die BBC berichtet live
NZZ: China kritisiert Nordkoreas Atomtests

Noch keine Täter der Silvesternacht in Köln ausgeforscht. Bis Mittwoch sind bereits mehr als hundert Anzeigen aus der Silvesternacht in Köln eingegangen, drei Viertel davon haben laut Polizei einen sexuellen Hintergrund. Täter habe die Polizei noch keine ermittelt. Die Beweisführung gestalte sich als „sehr schwierig“, so die Sprecherin. Der Polizeichef Rainer Wendt machte Innenminister Thomas de Maizière indirekt dafür verantwortlich – viele Bundespolizisten seien seit Monaten zur Grenzsicherung abgezogen. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat mit ihrer Empfehlung, Frauen sollten von fremden Männern Abstand halten, Empörung ausgelöst. Unter #einearmlaenger diskutieren auf Twitter zahlreiche Menschen über die Aussage.
NZZ.at: Korrespondent Gerd Kolbe fasst zusammen, was bisher bekannt ist
SZ: Protokoll der Silvesternacht in Köln einer Augenzeugin

NRA mobilisiert gegen Obama. Wenig überraschend reagiert die US-amerikanische Waffenlobby-Vereinigung NRA mit harscher Kritik am Vorstoß des US-Präsidenten Barack Obama, der ein schärferes Waffenrecht per Dekret umsetzen möchte. Das grenze an „Amtsmissbrauch“, rechtschaffene Waffenbesitzer würden um ihr Recht gebracht werden. Obama hatte am Dienstag einen Appell an die Nation gerichtet, den Verkauf von Waffen einzuschränken. Derzeit gibt es Ausnahmen bei Messen oder Käufen im Internet. Als er auf die 20 erschossenen Vorschulkinder zu sprechen kam, die bei einem Amoklauf erschossen wurden, kamen dem US-Präsidenten vor laufender Kamera die Tränen.
Obamas Rede auf Youtube
BBC: Republikaner attackieren Obama wegen geplanter Waffengesetzänderung

Vatikan kritisiert Charlie-Hebdo-Cover. Das Cover der Sonderausgabe des fanzösischen Satiremagazins Charlie Hebdo ziert ein mordernder Gott – was den Vatikan erzürnt. Die Zeitschrift verletze die Gefühle von Gläubigen, hieß es. Am 7. Jänner vor einem Jahr stürmten Terroristen die Redaktion des Magazins in Paris und erschossen den Großteil der Mitarbeiter. An diesem Tag starben insgesamt starben 17 Menschen. Mit der Sonderausgabe will das Team Solidarität mit kritischen Künstlern und Journalisten einmahnen, viele der Zeichnungen stammen von getöteten Kollegen.
Kommentar in der Vatikanzeitung L’Osservatore Romano