Was heute wichtig ist

06.11.2015

IS soll Bombe im Gepäckraum der russischen Maschine versteckt haben. Die „Spekulationen“ um eine mögliche Bombe an Bord der russischen Passagiermaschine, wie Russlands Politiker sie Freitagfrüh noch bezeichnete, werden handfester. Laut BBC vermutet der britische Geheimdienst, dass Sprengstoff im Frachtraum des Flugzeugs verstaut war. Ägypten und Russland halten weiter daran fest, es sei zu früh, um Schlüsse zu ziehen. US-Präsident Barack Obama äußerte sich zu dem Unglück mit mehr als 200 Todesopfern, auch die US-amerikanischen Behörden halten die These mit einem Bombenanschlag der Terrororganisation Islamischer Staat nicht für ausgeschlossen. Sie beruht auf der Zusammenarbeit zwischen britischen, saudischen und amerikanischen Behörden. Britische Touristen werden derzeit an der Ausreise aus dem Badeort Sharm-el-Sheik von den ägyptischen Behörden gehindert.
BBC: UK suspects bomb was placed in hold
Spiegel: Großbritannien darf Touristen vorerst nicht nach Hause holen

Deutschland setzt auf Sicherung von Europas Außengrenzen, Österreich streitet über Zaun. Der innenpolitische Streit um die mögliche Errichtung eines Grenzzauns spaltet die Koalitionspartner. Die ÖVP reagierte heute auf den am Donnerstag von Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) präsentierten Plan einer Aufwertung der „Wartezone“ als Alternative zum Zaun. ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald kritisierte, Klug torpediere mit seinem Vorstoß eine gemeinsame Regierungslinie. Für heute Nachmittag kündigte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) eine Pressekonferenz an. Sie besucht heute gemeinsam mit EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos das Flüchtlingslager in Spielfeld. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (CDU) betont, er hoffe auf engere Zusammenarbeit mit der Türkei, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen.
NZZ.at: Interview mit Frank-Walter Steinmeier


Credits: AP Photo/Gerald Herbert

Ermittlungen gegen Exxon Mobil wegen Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft von New York ermittelt gegen Exxon Mobil, den weltweit größten Ölkonzern mit Sitz in den USA, berichtet die New York Times am Freitag. Die Firma steht im Verdacht, eigene Erkenntnisse über globale Erwärmung unterdrückt und somit Investoren in die Irre geführt zu haben. Das Bekanntwerden der Untersuchung am Donnerstagnachmittag hat den Börsenkurs unter Druck gesetzt. Exxon soll bereits 1977 über das langfristige Risiko für das Klima informiert worden, das vom Verbrennen fossiler Brennstoffe ausgehe, und diese Informationen zurückgehalten haben.
NZZ: Betrugsverdacht gegen einen Öl-Riesen

Lufthansa wieder bestreikt. Die Lufthansa-Flugbegleiter haben angekündigt, heute Mittag in einen einwöchigen Streik zu treten. Die Lufthansa-Töchter Germanwings, Eurowings, Swiss und Austrian sind von dem Ausstand nicht betroffen.
Die Welt mit ausführlichem Hintergrund zur Lufthansa-Streikserie

Weiße Amerikaner sterben tendenziell früher. Und niemand kann erklären, warum.
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