Was heute wichtig ist

06.11.2015

Russland setzt Flüge nach Ägypten aus. Bis die Ursache für das Unglück der russischen Passagiermaschine über dem ägyptischen Badeort Sharm-el-Sheik geklärt ist, will Russland keine Flüge nach Ägypten erlauben. Rund 45.000 russische Touristen sollen derzeit noch dort Urlaub machen. Es verdichten sich derzeit die Anzeichen darauf, dass der Airbus wegen einer Bombe abstürzte. Laut BBC vermutet der britische Geheimdienst, dass Sprengstoff im Frachtraum des Flugzeugs verstaut war. Die Terrororganisation Islamischer Staat soll hinter dem Anschlag stecken. Augenzeugen berichten, dass ägyptische Spezialkräfte am Flughafen stationiert wurden. Der britische Geheimdienst vermutet, dass ein Flughafenmitarbeiter in Sharm-el-Sheik den Sprengstoff an Bord geschmuggelt haben könnte.
BBC: Russia suspends Egypt flights
Spiegel: Was für die Bombentheorie spricht

Deutschland verbietet „geschäftsmäßige Sterbehilfe“. Fast ein Jahr lang wurde in Deutschland eine breite Debatte zu dem Thema geführt, am Freitag stimmte der Bundestag für einen Verbotsantrag. Vereine oder Einzelpersonen dürfen künftig keine Beihilfe zum Suizid als Dienstleistung anbieten, es drohen bis zu drei Jahre Haft. Der Antrag war von SPD und CDU eingebracht worden. Eine Neuregelung der Sterbehilfe scheiterte am Widerstand einiger Abgeordneter.
ZDF: Geschäftsmäßige Sterbehilfe wird verboten 

Flüchtlingskrise: EU-Migrationsminister kündigt finanzielle Unterstützung für Österreich an. EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) besuchten am Freitagnachmittag die Flüchtlings-Sammelstelle am Grenzübergang Spielfeld. Avramopoulos lobte Österreich für den Ablauf und kündigte finanzielle Unterstützung an. Wie hoch diese sein werde, ist nicht bekannt. ÖVP und SPÖ lieferten sich auch heute einen medialen Schlagabtausch über die mögliche Errichtung eines Grenzzauns. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (CDU) betont, er hoffe auf engere Zusammenarbeit mit der Türkei, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Die nächste Runde der Syrien-Gespräche soll kommenden Donnerstag in Wien stattfinden.
NZZ.at: Interview mit Frank-Walter Steinmeier


Credits: EPA/GYORGY VARGA HUNGARY OUT

Ermittlungen gegen Exxon Mobil wegen Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft von New York ermittelt gegen Exxon Mobil, den weltweit größten Ölkonzern mit Sitz in den USA, berichtet die New York Times am Freitag. Die Firma steht im Verdacht, eigene Erkenntnisse über globale Erwärmung unterdrückt und somit Investoren in die Irre geführt zu haben. Das Bekanntwerden der Untersuchung am Donnerstagnachmittag hat den Börsenkurs unter Druck gesetzt. Exxon soll bereits 1977 über das langfristige Risiko für das Klima informiert worden sein, das vom Verbrennen fossiler Brennstoffe ausgehe, und diese Informationen zurückgehalten haben.
NZZ: Betrugsverdacht gegen einen Öl-Riesen

Weiße Amerikaner sterben tendenziell früher. Und niemand kann erklären, warum.
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