Was heute wichtig ist

07.01.2016

Iranische Botschaft im Jemen bombardiert: Teheran beschuldigt Saudi-Arabien. Bei Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition gegen die schiitischen Huthi-Rebellen sei die iranische Botschaft in Jemens Hauptstadt Sanaa getroffen worden, wie der Nachrichtensender Irinn berichtete. Laut lokalen Meldungen sind Donnerstagfrüh dutzende Luftangriffe auf Sanaa geflogen worden.
Aktualisierter Bericht auf BBC 
Analyse zum Öl-Krieg Saudi-Arabiens gegen den Iran – NZZ.at

50 Tote bei Bombenanschlag in Libyen. Laut lokalen Medienberichten explodierte in der libyschen Stadt Zilten ein mit Sprengstoff präparierter LKW nahe dem Polizeiausbildungslager al-Jahfal. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich laut Agenturmeldungen von 40 auf 50.

Köln: Polizeibericht mit schockierenden Details aufgetaucht. 
Laut einem internen Bericht wandten sich etliche verweinte und schockierte Frauen in der Silvesternacht an die eingesetzten Beamten und schilderten die sexuellen Übergriffe. Laut dem Papier befürchtete die Polizei sogar Tote. „Frauen mit Begleitung oder ohne durchliefen einen im wahrsten Sinne ,Spießrutenlauf‘“, sagte der Einsatzleiter. Ermittler haben nach eigenen Angaben inzwischen mindestens drei mutmaßliche Täter identifiziert. Die Zahl der Strafanzeigen ist auf über 121 gestiegen. Die Ermittler hätten bisher insgesamt 16 Verdächtige ausgemacht, zwei von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.
Zusammenfassung des Polizeiberichts auf Spiegel.de
Unser Kommentar zu den Übergriffen: Inakzeptable Parallelgesellschaften
Feminismus, die Kölner Silvesternacht und das Ende der Heuchelei

Ghana nimmt zwei Guantanamo-Häftlinge. Die Obama-Regierung entlässt zwei weitere Insassen aus dem umstrittenen Gefangenenlager Guantanamo. Die beiden Jemeniten würden an die Regierung von Ghana übergeben, teilte das US-Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Sie waren zuvor einer umfassenden Prüfung unterzogen worden und werden seit Jahren nicht mehr als Sicherheitsrisiko eingestuft. Die ursprünglich für 2010 geplante Entlassung der beiden Gefangenen verzögerte sich durch bürokratische Hürden. Im Guantanamo-Lager sitzen damit noch 105 Terrorverdächtige, von denen kein Sicherheitsrisiko mehr ausgeht.

Arbeitslosigkeit in Europa auf Sechs-Jahres-Tief. Die EU-Arbeitslosigkeit liegt mit 9,1 Prozent auf dem niedrigstem Stand seit 2009, wie Eurostat am Donnerstag bekannt gab. Die Eurozone verzeichnete mit 10,5 Prozent den geringsten Wert seit Oktober 2011. Österreich lag im November mit 5,8 Prozent an fünfter Stelle in der EU, verzeichnete aber neben Finnland den zweithöchsten Anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Aussendung von Eurostat
NZZ-Analyse zur aktuellen Lage des österreichischen Arbeitsmarkes

China schließt schon wieder seine Börse. Nur eine halbe Stunde nach Start hat China den Börsenhandel im ganzen Land für Donnerstag ausgesetzt. Zuvor waren die Leitindizes in Shanghai und Shenzhen um mehr als sieben Prozent gefallen, nachdem der Renminbi auf seinen tiefsten Stand seit fünf Jahren abgestürzt war. Bereits am Montag hatte China den Börsenhandel wegen Turbulenzen ausgesetzt.
Das Handelsblatt über den kürzesten Tag in Chinas Börsengeschichte
FT: China stock markets shuttered after falling 7% (Paywall)
Feuertaufe für Chinas Börse: Das war der Absturz am Montag

UNO kündigt „weitere Maßnahmen“ gegen Nordkorea an. Nach dem angeblichen Test einer Wasserstoffbombe durch Nordkorea verschärft der UNO-Sicherheitsrat sein Vorgehen gegen Pjöngjang. Die 15 Mitgliedstaaten einigten sich bei einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch, „zusätzliche Maßnahmen“ zu ergreifen. Die Arbeiten an einer entsprechenden Resolution sollen demnach umgehend beginnen. Experten bezweifeln, dass das in Nordkorea gemessene Erdbeben zu schwach für den Test einer Wasserstoffbombe war.
Die USA glauben nicht an eine Wasserstoffbombe, schreibt die New York Times
Alles hängt an China, analysiert Nina Belz

VW muss in den USA 115.000 Autos zurücknehmen. Die amerikanischen Behörden geben sich im Skandal um manipulierte Abgaswerte von Volkswagen-Fahrzeugen nicht mit Rückrufen zufrieden. VW rechnet damit, bei 115.000 Fahrzeugen den Kaufpreis erstatten oder den Besitzern günstige neue Wagen zur Verfügung stellen zu müssen.