Was heute wichtig ist

07.03.2016

Die Türkei will mehr Geld. Bei einer Absprache mit den EU-Staats- und Regierungschef forderte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu jährlich drei Milliarden Euro bis 2020 als Unterstützung zur Flüchtlingsbewältigung für sein Land. Zusätzlich soll die EU als weitere Gegenleistung die Visa-Berfeiung für türkische Staatsbürger ehestmöglich entscheiden. Finazminister Hans Jörg Schelling sagte im Vorfeld des Eurogruppentreffens, er sei nicht bereit, über die bereits zugesagten drei Milliarden Euro hinaus weitere Finanzhilfen abzusegnen.
Ausführlicher Bericht zu den Verhandlungen mit der Türkei auf NZZ.ch

EU macht zu. Die Staats- und Regierungschefs der EU werden beim heutigen Gipfeltreffen in Brüssel die Balkanroute für geschlossen erklären. Die „Politik des Durchwinkens“ von einem Land ins andere soll ein Ende haben. Unmittelbar vor dem Gipfel sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel jedoch: „Es kann nicht sein, dass irgendetwas geschlossen wird“. Über 300.000 Flüchtlinge sind seit der Grenzschließung von Mazedonien aufwärts bis zum Wochenende in Griechenland gestrandet. Noch diese Woche sollen 14 weitere Hotspots für Migranten in Griechenland in Betrieb gehen, die 17.400 Menschen Schutz bieten können.
Bernhard Schinwald hat zwei Extrem-Szenarien für den Ausgang des EU-Gipfels parat
Michael Fleischhacker über den Schein der Alternativlosigkeit der Lösungsvorschläge aus Berlin

Über 40 Tote bei Islamisten Attacke in Tunesien. Bei einem besonders brutalen Angriff von libyschen Dschihadisten auf die grenznahe Stadt Ben Gardane sind am Montag laut offizieller Stelle 28 Islamisten, zehn Sicherheitskräfte und sieben Zivilisten ums Leben gekommen. Die Stadt und der Grenzübergang wurden abgeriegelt sowie eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Lybische Rebellengruppen attackieren regelmäßig tunesischen Sicherheitskräfte bei Einfällen über die Landesgrenze.
Die BBC berichtet über Tunesiens Kampf gegen die islamische Milizen

Nikolaus Harnoncourt 86-jährig gestorben. Der Musiker, Musikphilosoph und Dirigent Nikolaus Harnoncourt ist am späten Samstagabend in St. Georgen im Attergau im Kreise seiner Familie gestorben. Er wurde 86 Jahre alt. Im Dezember hatte er einer schweren Krankheit wegen seines Rückzugs vom Pult erklärt.


„So nicht!“: NZZ-Musikkritiker Peter Hagmann mit einem Nachruf auf einen Großen

Marco Rubio und Bernie Sanders gewinnen bei den US-Vorwahlen. Der Republikaner Rubio gewinnt in Puerto Rico, der Demokrat Sanders in Maine. Zuletzt hatten am Wochenende Ted Cruz auf der republikanischen Seite und Bernie Sanders bei den Demokraten weitere Vorwahlen gewonnen. Am Dienstag stimmen beide Parteien in Mississippi und Michigan über ihren Präsidentschaftskandidaten ab. Für die Republikaner stehen morgen auch noch in Idaho und Hawaii Vorwahlen auf dem Programm.
Peter Winkler aus Washington: Cruz bremst Trumps Siegeszug