Was heute wichtig ist

07.11.2015

Weitere Indizien für Attentat auf russisches Flugzeug. Es gibt immer mehr Hinweise, dass der Absturz der russischen Passagiermaschine über dem Sinai ein gezielter Terroranschlag war. Die Auswertung des Flugzeugschreibers deute auf einen „brutalen, plötzlichen“ Absturz der Maschine hin, berichten französische Ermittler. Auch soll laut Medienberichten ein Explosionsgeräusch zu hören gewesen sein. Russland, das bis jetzt die Anschlagthese als Spekulation bezeichnete, hält eine Bombe nun ebenfalls für möglich. Britische Geheimdienste vermuten, ein Flughafenmitarbeiter in Sharm-el-Sheik könnte den Sprengstoff platziert haben. Dass die Terrororganisation Islamischer Staat dahinter steckt, gilt als zunehmend wahrscheinlich.
BBC: Russian plane crash ‚French rule out technical failure‘Time: Spies think ISIS blew up plane with bomb in bag

Spielfeld wurde für EU herausgeputzt. Für den Besuch von EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Freitag wurde das Transit-Lager am Grenzübergang wohl herausgeputzt: Die Mehrzahl der Flüchtlinge sei noch in der Nacht weggebracht worden, neue Zelte und Sanitäranlagen seien aufgestellt worden, vermuten Medien. Avramopoulos zeigte sich beeindruckt und kündigte finanzielle Unterstützung für Österreich an. Am kommenden Donnerstag sollen in Wien die nächsten Syrien-Gespräche stattfinden. Die deutsche Regierung erklärte heute entgegen des Vorstoßes von Innenminister Thomas De Maiziére, es werde keine Verschärfung der Asylbedingungen für Syrer geben.
Der Standard: Blitzblankes Spielfeld für den EU-Kommissar
FAZ: Besonderer Schutz für syrische Flüchtling bleibt

Von der Ankunft bis zum Bus. Mit interaktiven Karten und Satellitenaufnahmen zeigen wir Ihnen, wie die Logistik am Grenzübergang Spielfeld funktioniert. Zwischen 6.000 und 8.000 Flüchtlinge werden derzeit täglich durchgeschleust.
NZZ.at: Spielfeld von oben

Pakistan wirft der EU Missbrauch des Asyl-Rücknahmeabkommens vor. Die Europäische Union hat vor fünf Jahren ein Abkommen mit Pakistan über die Rückführung von Migranten getroffen. Nun warf der pakistanische Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan den EU-Staaten Missbrauch des Abkommens vor: Pakistaner würden aus Sicherheitsgründen ohne ausreichende Prüfung ihrer Angaben rückgeführt werden. Mit Ausnahme von Großbritannien will Pakistan das Abkommen aussetzen. Seit Jahresbeginn haben 2.825 pakistanische Staatsbürger Asylanträge in Österreich gestellt.
Die Zeit: Pakistan setzt Rücknahme-Abkommen mit der EU aus

Vorsichtige Annäherung zwischen China und Taiwan in Singapur. Am Samstag trafen einander der chinesische Staatschef Xi Jinping und sein taiwanesischer Amtskollege Ma Ying-jeou. Es war das erste persönliche Gespräch seit mehr als 50 Jahren und wird daher als „historisch“ bezeichnet. Die heiklen Konfliktthemen wurden jedoch ausgespart, so soll es extra ein eigenes Protokoll für das Meeting gegeben haben, etwa, dass sich beide nicht mit Präsident ansprechen durften, sondern nur mit Namen. Das Treffen wurde von heftigen Protesten begleitet.
BBC: China and Taiwan leaders hail historic talks