Was heute wichtig ist

07.12.2015

Das Ende der Revolution. Das Oppositionsbündnis „Tisch der demokratischen Einheit“ hat bei der Parlamentswahl in Venezuela mindestens 99 der 167 Mandate erreicht. Der sozialistische Regierungsblock „Oficialismo“ hat hingegen herbe Verluste eingefahren. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die Niederlage eingestanden. Man habe eine Schlacht verloren, aber der Kampf gehe weiter.
NZZ.ch
BBC: Maduro’s Socialists trounced

Luftangriffe töten angeblich 32 Islamisten. Bei alliierten Luftangriffen auf die Stadt Rakka sollen nach Angabe der syrischen Opposition 32 Kämpfer des IS getötet worden sein. Die Information stammt von der Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London. Zwei andere Aktivistengruppen meldeten, die Luftschläge seien von Russland ausgeführt worden. Unter den Opfern befänden sich demnach auch Zivilisten.
Guardian: Airstrikes kill 32 Isis fighters in Raqqa, activists say 

Front National stärkste Kraft nach Regionalwahlen. Die Partei von Marine Le Pen hat landesweit 28 Prozent der Stimmen erreicht. Das bürgerliche Parteienbündnis „Les Républicains“ um Ex-Präsident Nicolas Sarkozy kam auf 27 Prozent. Die regierenden Sozialisten erhielten 23,5 Prozent der Stimmen. Es waren die ersten Wahlen nach den Anschlägen von Paris und der letzte landesweite Wahlgang vor den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2017. Die zweite Runde mit den Stichwahlen um die Regionalpräsidentschaften findet kommenden Sonntag statt.
Nikos Tzermias berichtet aus Paris
NZZ: Die Rechte profitiert vom Terror

Nach Terrorakt in Kalifornien: Obama verspricht, den IS zu zerstören. Das hat der US-Präsident in einer Rede an die Nation versichert. Konkrete Maßnahmen nannte er in der Ansprache nicht. US-Bodentruppen werde es in Syrien und im Irak aber nicht geben.
Spiegel online

Libyen: Verfeindete Regierungen beschließen Friedensplan. Die Vertreter der beiden Parlamente wollen eine Einheitsregierung bilden. Ein ähnlicher Einigungsversuch war vor kurzem gescheitert.
Mehr Informationen hat die ZEIT

Euro-Finanzminister prüfen griechischen Fortschritt in Brüssel. Die Regierung in Athen muss weitere Auflagen der internationalen Gläubiger erfüllen, um noch dieses Jahr eine Milliarde Euro an Hilfsgeldern zu erhalten. Zudem soll der weitere Aufbau der Bankenunion sowie die Situation der Pensionssysteme in den Mitgliedstaaten besprochen werden.
Hans Jörg Schelling im Interview mit der Stuttgarter Zeitung

Irak fordert Truppenabzug türkischer Soldaten. Binnen 48 Stunden sollen sie die Region um Mossul verlassen, forderte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi. Andernfalls werde der UNO-Sicherheitsrat angerufen. Die Türkei bildet im Nordirak kurdische Peschmerga-Einheiten für den Kampf gegen den Islamischen Staat aus.
NZZ-Korrespondentin Inga Rogg berichtet aus Istanbul
BBC: Iraq threatens Turkey with UN action over troop deployment