Was heute wichtig ist

08.04.2016

David Cameron war an Briefkastenfirma seines Vaters beteiligt. Der britische Premierminister räumte am Donnerstagabend ein, bis 2010 Anteile an der Briefkastenfirma seines Vaters besessen zu haben. Diese hätte er jedoch verkauft, bevor er zum britischen Premierminister ernannt wurde.

Dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri drohen Ermittlungen. Nach den Enthüllungen der „Panama Papers“ hat die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf die Eröffnung eines Verfahrens gestellt. Sie will überprüfen, ob Macri seine Beteiligung an zwei Briefkastenfirmen in seiner Steuererklärung absichtlich verschwiegen hat. Macri weist die Vorwürfe zurück. Über die Ermittlung muss ein Richter entscheiden.
Zum NZZ-Dossier über die „Panama Papers“

Ökonomen gegen Felber im Schulbuch. Angeführt vom Institut für Makroökonomie der WU Wien fordern namhafte Ökonomen in einem offenen Brief Aufklärung darüber, wie Attac-Aktivist Christian Felber es in einem Geographie-Lehrbuch auf eine Illustration mit Friedrich von Hayek, Karl Marx, Milton Friedman und anderen Größen der Wirtschaftstheorie geschafft hat.
Lukas Sustala mit Details

Syrische Rebellen haben die einstige IS-Hochburg al-Rai an der türkischen Grenze erobert. Das berichtet die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Einheiten der Freien Syrischen Armee seien mit türkischen Waffen ausgerüstet gewesen.

Fischer: Schrittweise Aufhebung der Russland-Sanktionen „überlegbar“. Bundespräsident Heinz Fischer hat im Ukraine-Konflikt eine „schrittweise Aufhebung“ der EU-Sanktionen gegenüber Russland ins Spiel gebracht. Er halte dies für einen „sehr überlegenswerten Weg“, sagte Fischer am Donnerstag in der ZiB2. Fischer verteidigte seine umstrittene Moskau-Reise und betonte, dass Wien sich für eine „Besserung der Verhältnisse“ zwischen dem Westen und Russland einsetze.
Fischer im ZiB2-Interview

Italien kritisiert Mikl-Leitner vor Treffen in Rom. Vor dem Treffen zwischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und ihrem Amtskollegen Angelino Alfano am Freitag in Rom wachsen die Spannungen rund um das Flüchtlingsthema. Alfanos Staatssekretär Filippo Bubbico hat Mikls Prognose, wonach heuer 300.000 Migranten in Italien eintreffen könnten, am Donnerstag als „haltlos“ zurückgewiesen. „Wir brauchen niemandem Erklärungen zu geben, weil wir unsere Pflicht gegenüber den internationalen Konventionen und den EU-Beschlüssen erfüllen“, kritisierte er.