Was heute wichtig ist

08.12.2015

Trump will Muslime aussperren. Der Milliardär und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will Muslimen die Einreise in die Vereinigten Staaten untersagen. Damit reagiert er auf das Attentat von San Bernardino. Trump ist derzeit der aussichtsreichste Kandidat für die republikanischen Vorwahlen. Sein Konkurrent Jeb Bush nennt Trumps Forderung „durchgeknallt“.

NZZ-Korrespondent Beat Ammann berichtet aus Washington
Die Washington Post hat sich Trumps Aussagen genauer angesehen

Woher der IS seine Waffen bezieht. Laut Amnesty International kämpft die Terrormiliz Islamischer Staat mit Waffen aus mehr als 25 Ländern, darunter die USA, Deutschland und Belgien. Viele dieser Waffen wurden ursprünglich in den Irak geliefert. Bei der Eroberung von Mossul vor einem Jahr fielen sie dem IS in die Hände.
Spiegel Online: Waffen des IS kommen auch aus Deutschland
Bericht von Amnesty International

Pistorius erhebt Einspruch. Der frühere südafrikanische Spitzensportler Oscar Pistorius erhebt Einspruch gegen seine Verurteilung. Er wurde schuldig gesprochen, seine Freundin ermordet zu haben. Pistorius wurde aber gegen eine Kaution von umgerechnet 640 Euro freigelassen.
NZZ.ch: Pistorius will vor das Verfassungsgericht ziehen

Brandstetter fordert EU-Asylrecht. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) hat in Brüssel einen Plan für ein gemeinsames EU-Asylrecht deponiert. Er wünscht sich unionsweit einheitliche Standards bei den Asylanträgen in den geplanten Hotspots. Bei positiver Erledigung bekäme der Antragsteller ein Einreisevisum.
Kurier.at: Brandstetter fordert europäisches Asylrecht
Analyse von Moritz Gottsauner-Wolf: Was jetzt passieren müsste

Das Ende der Revolution. Das Oppositionsbündnis „Tisch der demokratischen Einheit“ hat bei der Parlamentswahl in Venezuela mindestens 99 der 167 Mandate erreicht. Der sozialistische Regierungsblock „Oficialismo“ hat hingegen herbe Verluste eingefahren. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die Niederlage eingestanden. Man habe eine Schlacht verloren, aber der Kampf gehe weiter.
NZZ.ch: Das Vögelein hat ausgepfiffen
BBC: Maduro’s Socialists trounced

Zschäpe will erst am Mittwoch aussagen. Die mutmaßliche deutsche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe will nach Angaben ihres Anwaltes Mathias Grasel erst am Mittwoch im NSU-Prozess aussagen. „Ich darf mitteilen, dass die geplante Einlassung von Frau Zschäpe für kommenden Mittwoch (9.12.2015) vorgesehen ist“, verkündete Grasel am Montag. Er will eine Erklärung verlesen.
NZZ.ch: Unklare Folgen einer Aussage Zschäpes