Was heute wichtig ist

09.06.2016

FPÖ ficht Wahl an. Am Mittwoch hat FPÖ-Chef Heinz Christian Strache die Wahl zum Bundespräsidenten vor dem Verfassungsgerichtshof angefochten. Zusammen mit dem FPÖ-Anwalt und ehemaligen Justizminister Dieter Böhmdorfer überreichte Strache ein 153-seitiges Dokument mit Vorwürfen über Ungereimten bei der Auszählung von Stimmzetteln und dem Umgang mit Wahlkarten. Der Amtsantritt des Wahlsiegers Alexander Van der Bellen am 8. Juli könnte sich verzögern, oder im Extremfall die Wahl teilweise oder zur Gänze wiederholt werden.
NZZ.at: Strache schickt Van der Bellen in die Warteschleife

Doskozil bespricht Flüchtlingskrise in Budapest. Am Donnerstag reist Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) in das östliche Nachbarland zu Gesprächen mit Amtskollegen Istvan Simicsko sowie Parlamentspräsidenten Laszlo Köver und Vertretern der ungarischen Sozialdemokraten. Erklärtes Ziel Doskozils ist den „Dialog mit Ungarn zu verstärken“ und das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise zu thematisieren. Seit dem Schließen der Balkanroute weichen wieder vermehrt Asylwerber auf dem Weg nach Österreich über Ungarn aus.

Vier Tote durch Schüsse in Israel. Ein Anschlag in einem Einkaufszentrum in Tel Aviv hat am Mittwochabend vier Todesopfer gefordert, wie das israelische Fernsehen berichtete. Zwei mutmaßlich palästinensische Attentäter hatten im Sarona-Park das Feuer auf Passanten eröffnet. Sicherheitskräfte haben einen der beiden Angreifer verhaftet und den anderen verletzt.
Bericht der BBC

Anhaltender Terror in der Türkei. Nach dem Attentat auf Istanbuler Polizisten sind im Südosten des Landes durch eine Autobombe mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und 30 verletzt worden. Türkische Behörden machen kurdische Terroristen für die Angriffe verantwortlich. Das Land wurde in den vergangenen Monaten auch Ziel von Angriffen durch die radikalislamistische Terrormiliz IS.
NZZ.at: Erdoğan verdächtigt die PKK

Indien vor der nuklearpolitischen Rehabilitation. Indiens Premierminister Narendra Modi wirbt bei seinem derzeitigen Besuch in Nordamerika für einen Beitritt zur Gruppe der Kernmaterial-Lieferländer (NSG). Nach Treffen mit US-Präsident Obama und dem Kongress gab Modi am Mittwoch die Unterstützung der USA zum Beitritt Indiens bekannt. Die Gruppe von 48 Staaten regelt die Verbreitung von nuklearer Technologie, die zur Entwicklung von Kernwaffen beitragen soll. Sie wurde 1974 ausgerechnet als Reaktion auf die indischen Atomtests gegründet.
NZZ.ch: Der indische Dauergast in den USA