Was heute wichtig ist

09.09.2016

Hollande will zweite Amtszeit. Der französische Präsident François Hollande strebt trotz schlechter Umfragewerte eine erneute Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen im Frühjahr 2017 an. Bei seiner Rede über Demokratie und Terrorismus am Donnerstag ließ er seine Ambitionen deutlich erkennen, obwohl er eine offizielle Kandidatur noch nicht verkündete. Er werde nicht zulassen, dass Frankreich in den nächsten Monaten oder Jahren beschädigt werde. Hollande griff auch mehrmals seinen Vorgänger Sarkozy scharf an, der sich bereits für die Wahl in Stellung brachte. Auch Steuersenkungen und milliardenschwere Ausgaben in den letzten Monate lassen auf „Wahlkampfgeschenke“ schließen.
NZZ: Hollande hofft noch
NZZ.at: Alle gegen Hollande
NZZ: Hoffnungsschimmer für Hollande

Südkorea: Neuerlicher Atomtest in Nordkorea vermutet. Nordkorea hat am Freitag möglicherweise wieder einen Atomversuch unternommen. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Hinweis auf eine Regierungsquelle in Seoul. Zuvor hatten Seismologen ein Erdbeben der Stärke 5,0 in Nordkorea festgestellt. So wurde vermutet, dass es sich um eine künstliche Explosion durch einen neuen Nukleartest handeln könnte. Die Erdstöße wurde bei dem Testgelände Punggye-ri festgestellt, wo Nordkorea im Jänner seinen vierten Atomtest vorgenommen hatte.
NZZ: Erdbeben deutet auf neuen Atomtest hin
NZZ.at: Kim außer Rand und Band
NYT: North Korea Tests a Nuclear Device, South Says
The Guardian: North Korea nuclear test: Japan and South Korea confirm quake caused by explosion
The Guardian: North Korea accused of ‚maniacal recklessness‘ after new nuclear test
BBC: North Korea conducts ‚fifth and biggest nuclear test‘

Neues Problem bei Wahlkarten: Erste Stimmen für Verschiebung. Beim Problem mit den Wahlkarten für die Bundespräsidenten-Stichwahl gibt es weiter keine Entwarnung – im Gegenteil. Der Klebefehler kann zeitverzögert auftreten, womit eine vermeintlich korrekt abgegebene Stimme ungültig wird. Ein „neues Phänomen, mit dem wir seit gestern Abend konfrontiert werden“, bestätigte das Innenministerium am Donnerstag. Erste Experten plädierten bereits auf eine Verschiebung. Im Innenministerium sieht man dafür „keine rechtliche Handhabe“.
NZZ.at: Die Wahl verschieben?
NZZ.at: Wer ist Schuld am Wahlfiasko?
NZZ.at: Dritter Anlauf zur Präsidentenwahl: Österreichs unendliche Wahlschlacht
NZZ.at: Das nächste Wahlkartendrama im Operettenstaat
orf.at: Angst vor abermaliger Anfechtung

Anti-Terroraktion in Paris: Drei Frauen festgenommen. Nach der Entdeckung eines Autos mit Gasflaschen in der Pariser Innenstadt hat die Polizei am Donnerstag drei Frauen festgenommen. Eine von ihnen wurde verletzt, als Polizisten nach einem Messerangriff das Feuer eröffneten, wie Innenminister Bernard Cazeneuve am Abend berichtete. Die radikalisierten Frauen im Alter von 19, 23 und 39 Jahren hätten „wahrscheinlich neue gewalttätige Aktionen“ geplant. Cazeneuve sprach von einer Anti-Terroraktion.
NZZ.at: Paris rätselt über eine Bombenattrappe
The Guardian: Paris police arrest three women in connection with Notre Dame incident
NZZ.at: Frankreichs Notstand: Die Ausnahme verdrängt die Regel

US-Sonde „Osiris Rex“ zu Asteroiden Bennu gestartet. Die NASA-Sonde „Osiris Rex“ ist auf dem Weg zu dem Asteroiden Bennu. An Bord einer „Atlas“-Rakete startete die Sonde am Donnerstagabend (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Staat Florida. Wenn bei der rund eine Milliarde Dollar (890 Mio. Euro) teuren Mission alles nach Plan läuft, soll die Sonde 2018 den Asteroiden Bennu erreichen. 2023 soll eine Kapsel mit einer Bodenprobe zur Erde zurückkehren.
NZZ: US-Sonde „Osiris Rex“ zu Asteroiden Bennu gestartet
BBC: Asteroid probe begins seven-year quest
NYT: NASA Launches Osiris-Rex Spacecraft to Retrieve Asteroid Pieces

USA und Russland beraten über Syrien. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow werden am heutigen Freitagvormittag in Genf über ein gemeinsames Vorgehen im Syrien-Konflikt beraten. Dies teilte das russische Außenministerium am Donnerstagabend in Moskau mit. Das Treffen war zuvor wegen Differenzen zwischen Moskau und Washington verschoben worden. Die Positionen der beiden UNO-Vetomächte sind kaum auf einen Nenner zu bringen. Vereint ist man aber im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“.
NZZ: Kerry und Lawrow setzen Syrien-Gespräche fort
NZZ.at: Außenminister Kerry in Moskau: Umstrittene US-Initiative zu Syrien
The Guardian: John Kerry flies to Geneva for Syria peace talks with Russia’s Sergey Lavrov
orf.at: Kerry und Lawrow setzen Syrien-Gespräche fort