Was heute wichtig ist

10.02.2016

Die Stunde der Populisten. Bei den Vorwahlen in New Hampshire sichern sich Donald Trump bei den Republikanern und Bernie Sanders bei den Demokraten die Siege, die ihnen die Umfragen bereits vorausgesagt hatten. Damit schwingen im nordöstlichen amerikanischen Gliedstaat die Kandidaten obenauf, die sich gegen das Establishment der beiden großen Parteien stellen. Vor New Hampshire lagen Donald Trump und Hillary Clinton laut Umfragen in ihren jeweiligen Parteien noch bequem voran. Trump musste nach Iowa allerdings Verluste hinnehmen.
Peter Winkler berichtet aus Concord, New Hampshire
Der aktuelle Stand der Vorwahlen auf einen Blick
Alle aktuellen Umfragen auf RealClearPolitics

EU-Kritik an Griechenland und der Türkei. In einem heute veröffentlichten Bericht bemängelt die EU-Kommission den Fortschritt der Hotspots in Griechenland. Sie seien unterfinanziert, unterbesetzt und nicht im vereinbarten Maße einsatzbereit. Die Kommission kritisiert auch das Verhalten der türkischen Behörden. Sie hätten die Schlepperei eindämmen können, wenn sie wollten, heißt es.
NZZ.ch: „Wenn die Türkei nicht anfängt zu liefern, wird es schwierig“

Oberster Gerichtshof der USA legt Obamas Klimapläne auf Eis. Wegen rechtlicher Bedenken setzte das Gericht die angeordnete Eindämmung von CO2-Emissionen für Kraftwerke aus. Der Supreme Court will zuerst anhängige Klagen gegen das Vorhaben prüfen.
Vox erklärt das höchstgerichtliche Ruling

Menschliches Versagen bei Zugunglück in Bayern vermutet. Das schwere Zugunglück in Bayern mit mindestens zehn Toten ist laut ersten Ermittlungen durch menschliches Versagen ausgelöst worden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus zuverlässiger Quelle. Wer genau für das Unglück im oberbayerischen Bad Aibling verantwortlich zu machen ist, war zunächst nicht bekannt. Die Katastrophe ist das schwerste Zugsunglück in Bayern seit mehr als 40 Jahren. 18 Menschen wurden schwer, 63 leicht verletzt.
Aktuelle Entwicklungen hat die Süddeutsche Zeitung im Ticker

Netanjahu für Zaun um Israel. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat während seines Besuchs im Grenzgebiet zu Jordanien vorgeschlagen, einen Grenzzaun um das gesamte israelische Staatsgebiet zu errichten. Der Zaun solle palästinensische Terroristen abhalten und auch den Warenschmuggel über Tunnel in den Gazastreifen unterbinden. Der Vorschlag wurde umgehend von einem Minister in Netanjahus Kabinett kritisiert.
Der Guardian berichtet aus Jerusalem

US-Präsident Barack Obama hat seinen letzten Haushalt vorgelegt. Der sieht für das Finanzjahr 2017 Ausgaben von insgesamt 4,15 Billionen Dollar vor. Ein Kernelement des Plans: Obamas Vorstoß für eine Aufstockung der Mittel zur Verteidigung Europas. Die Republikaner haben bereits im Vorfeld ihre Ablehnung angekündigt.
Korrespondent Martin Lanz über Obamas letzte Wundertüte

EU-Kommission zieht Bilanz der Flüchtlingskrise. Im Umgang mit der Flüchtlingskrise zieht die EU-Kommission heute Bilanz. Dazu wollen der EU-Kommissar für Migration, Dimitris Avramopoulos, und der zuständige Vizepräsident Frans Timmermans Berichte zu wichtigen Ankunftsländern wie Griechenland und Italien vorlegen. Auch die Situation auf dem westlichen Balkan will Brüssel beleuchten.

Europäische Aktien fallen auf den niedrigsten Stand seit 2013. Die Kursverluste einiger Bankaktien haben inzwischen Ausmaße angenommen, die an die Finanzkrise vom Herbst 2008 erinnern.
Lukas Sustala über die Gefahr einer neuen Krise

Nordkorea hat Plutoniumreaktor wieder hochgefahren. Das kommunistische Nordkorea hat den Atomreaktor Yongbyon mit der Möglichkeit zur Produktion von Plutonium wieder hochgefahren. Aus dem Reaktor könne in „wenigen Wochen oder Monaten“ Plutonium verfügbar sein, erklärte US-Geheimdienstkoordinator James Clapper am Dienstag. Zuletzt hatten ein angeblicher Wasserstoffbombentest im Jänner und der Abschuss einer Langstreckenrakete Nordkoreas im Februar für internationale Empörung gesorgt.