Was heute wichtig ist

10.06.2016

Peru darf nicht Österreich werden. Der nächste Präsident Perus ist der Liberale Pedro Pablo Kuczynski. Er setzte sich mit gerade einmal 50,1 Prozent der Stimmen in der Stichwahl gegen die Rechtspopulistin Keiko Fujimori durch, wie die Wahlbehörde vier Tage nach dem Urnengang mitteilte. Es ist das knappste Wahlergebnis in der Geschichte Perus. Der Unterschied liegt bei 41.000 Stimmen. Zu etwaigen Fälschungsvorwürfen und Wahlanfechtungen ist nichts bekannt.
NZZ: Liberaler Kuczynski gewinnt gegen Fujimori mit 50,1 Prozent

Obama unterstützt Clinton. In einem Video unterstützt US-Präsident Barack Obama erstmals Hillary Clinton öffentlich im Wahlkampf. Es gebe keine fähigere Person für dieses Amt als sie. Clintons Konkurrent Bernie Sanders ist unterdessen entschlossen, seinen Wahlkampf fortzuführen, obwohl er den Rückstand an Delegiertenstimmen nicht mehr aufholen können wird.
NZZ: Obama stellt sich hinter Clinton

Versteinerter Klimawandel. In Island ist erstmals ein neuartiges Verfahren zur Lagerung von CO2 getestet worden. Dabei wird das Gas, das für den Treibhauseffekt mitverantwortlich ist, in vulkanisches Basaltgestein gepumpt, mit dem es reagiert und sich verfestigt. Die Methode ist kostengünstiger und verlässlicher als die gasförmige Lagerung des Kohlendioxyds.
Guardian: CO2 turned into stone in Iceland in climate change breakthrough

Saudis sollen UNO erpresst haben. Ungewöhnlich scharf hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Politik Saudi-Arabiens kritisiert. Die UNO sei unter Druck gesetzt worden, Kinderrechtsverletzungen durch saudische Truppen im Jemen nicht in einem Bericht zu erwähnen. Mehrere Staaten sollen, vermutlich auf Druck der Saudis, der UNO mit Mittelkürzungen gedroht haben. Der saudische Botschafter bei den Vereinten Nationen wies entsprechende Behauptungen jedoch zurück.
New York Times: U.N. Leader Cites Funding Threat in Removing Saudi Coalition From List of Rights Violators

Belgische Kollaborateure sollen deutsche Pensionen beziehen. Der belgische Minister Daniel Bacquelaine teilt die Kritik von Opferverbänden an möglichen Pensionsleistungen Deutschlands für ehemalige belgische SS-Mitglieder. Diese waren während des Krieges durch einen Erlass Hitlers eingebürgert worden. Nach belgischen Schätzungen erhalten noch immer etwa 2.500 ehemalige Kollaborateure des NS-Regimes deutsche Renten ausbezahlt.
BBC: Belgium concern as WW2 Nazis ‚get German pensions‘