Was heute wichtig ist

10.08.2016

Russland und die Türkei zelebrieren das Ende der diplomatischen Eiszeit. Der russische Präsident Putin und sein türkischer Amtskollege Erdogan haben in St. Petersburg einen Neubeginn ihrer Beziehungen vereinbart. Putin versprach, die Sanktionen gegen die Türkei schrittweise aufzuheben. Im Gegenzug will Erdogan das Gasleitungsprojekt Turkish Stream vorantreiben, um Europa und die Türkei rasch mit russischem Gas zu versorgen. Währenddessen schickt sich auch Großbritannien an, seine Beziehungen zu Russland zu verbessern.
NZZ.at: Neue Freundschaft trotz altem Streit
BBC: Russia-UK relations: May and Putin pledge to improve ties

Neuer, alter ORF-General. Alexander Wrabetz ist zum dritten Mal zum Generaldirektor von Österreichs größtem Medienunternehmen gewählt worden. Im ORF-Stiftungsrat hat er mithilfe von SPÖ und Grünen 18 von 35 Stimmen zu einer knappen Mehrheit bekommen. Auf seinen Mitbewerber Richard Grasl entfielen die 15 Stimmen des ÖVP-Freundeskreises und des FPÖ-Stiftungsrats, es hat zwei Enthaltungen gegeben.
NZZ.at: Der ORF im Griff der Parteipolitik
Kommentar: Die tiefen Wurzeln von Rot-Schwarz

Die UNO drängt auf eine Feuerpause beim Kampf um Aleppo. Die Vereinten Nationen stünden bereit, um die Bevölkerung von Aleppo zu unterstützen, erklärten die UNO-Hilfskoordinatoren – aber sie seien nicht lebensmüde. Der erfolgreiche Vorstoß der Rebellen vom Wochenende hat die Zahl der belagerten Zivilisten in die Höhe getrieben. Zwei Millionen Zivilisten haben kein Trinkwasser. Und die Kämpfe um Aleppo nehmen kein Ende.
NZZ: UNO fordert 48-stündige Feuerpause für Aleppo
NZZ: Anhaltende Kämpfe um Aleppo

Republikaner warnen vor einer Wahl Donald Trumps. 50 hochrangige Republikaner schreiben in einem offenen Brief, der amerikanische Präsidentschaftskandidat sei für dieses Amt ungeeignet. Zudem fordern konservative Abgeordnete in einer Petition Trumps Absetzung als Kandidat. Die parteiinternen Bemühungen kommen unmittelbar nach Trumps Präsentation seines Wirtschaftsplans, den er als „die größte Steuerrevolution“ seit den 1980er Jahren bezeichnet. Der Präsidentschaftskandidat sorgte zudem für Aufregung, indem er die Möglichkeit bewaffneter Gewalt gegen seine Kontrahentin Hillary Clinton andeutete.
NZZ: Querschüsse gegen Trump von überall
NZZ: Konservative Kritiker wollen Trump mit Petition stoppen
NZZ: Trump und seine Ideen für die Wirtschaft
BBC: US election: Anger over Donald Trump gun rights remarks

Tote bei Unruhen in Äthiopien. Bei Demonstrationen gegen die Regierung sind in Äthiopien mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition sprach von mindestens 33 Toten, laut regierungsnahen Medien sollen sieben Menschen umgekommen sein. Soldaten sollen das Feuer eröffnet haben. Die Proteste richten sich gegen die Inhaftierung Oppositioneller nach Demonstrationen gegen die Enteignung von Farmland.
Guardian: Dozens shot dead in anti-government protests across Ethiopia says opposition