Was heute wichtig ist

10.11.2015

Brüssel tadelt Türkei. Die Europäische Kommission übt in ihrem neuen Fortschrittsbericht 2015 überraschend heftige Kritik am EU-Beitrittskandidaten Türkei. Die Brüsseler Behörde wirft Ankara eine „Verlangsamung“ des politischen Reformprozesses vor, berichtet die Welt vorab unter Berufung auf das Papier. Konkret beklage die Kommission Rückschritte bei der Durchsetzung von demokratischen Grundrechten, wie der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, und beim Kampf gegen die Korruption. Der Bericht sollte ursprünglich schon vor der Wahl am 1. November veröffentlicht werden.
Der Bericht in der Welt

EU stellt VW Ultimatum. Die Europäische Kommission setzt Volkswagen eine Frist, Einzelheiten im CO2-Skandal zu nennen. Der Wolfsburger Konzern erhalte für die Übermittlung der Informationen zehn Tage Zeit, berichtete das Wall Street Journal am Montag. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, bei 800.000 Fahrzeugen Verbrauch und CO2-Ausstoß manipuliert zu haben.
Der Bericht im Wall Street Journal

Neue Flüchtlingszentren auf dem Balkan. Die EU will „Bearbeitungszentren“ entlang der Balkanroute zur Flüchtlingsregistrierung einrichten. Sie sollten zusätzlich zu den „Hotspots“ zur Flüchtlingsregistrierung geschaffen werden und könnten auch in Nicht-EU-Staaten an der Balkanroute eingerichtet werden, sagte der luxemburgische EU-Ratsvorsitzende Jean Asselborn nach dem Sondertreffen am Montag in Brüssel.
Bericht in der Süddeutschen
NZZ.at: Porträt eines Grenzpolizisten in Spielfeld

Sinai: Moskau schließt Anschlag nicht mehr aus. Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet. Die Möglichkeit eines „Terroranschlags“ könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem am Montagabend veröffentlichten Interview der Rossiskaja Gazeta. Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Sharm el-Sheikh abgestürzt, keiner der 224 Insassen überlebte.
NZZ.ch: Monika Bolliger über die Konsequenzen für den ägyptischen Tourismus

Lufthansa-Streik geht weiter. Die Flugbegleiter der Lufthansa lassen sich nicht von ihrem Rekord-Streik abbringen – auch nicht von einem nachgebesserten Angebot der Fluggesellschaft. Am Dienstag, dem vierten Streiktag sollten erneut die meisten Langstreckenverbindungen sowie etliche mittlere Verbindungen ausfallen. Nach Lufthansa-Angaben wurden insgesamt 136 Flüge annulliert; davon seien rund 27.300 Passagiere betroffen.
Bericht von NTV

Rekord-Preis für Modigliani. Ein Aktgemälde von Amedeo Modigliani ist in New York für 170,4 Millionen Dollar (etwa 158 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Damit ist Liegender Akt“ das teuerste je versteigerte Werk des italienischen Künstlers. Der Rekorderlös für einen Modigliani lag bislang bei 71 Millionen Dollar.