Was heute wichtig ist

10.11.2015

Helmut Schmidt ist tot. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt ist im Alter von 96 Jahren in seinem Haus in Hamburg gestorben, wie am späten Nachmittag bekannt wurde. Seine Kanzlerschaft dauerte von 1974 bis 1982 und war von Ölkrisen und dem Terror der RAF geprägt.
Die Zeit zum Tod ihres Herausgebers

Schweden geht der Platz aus. Laut der schwedischen Migrationsagentur stehen im Land keine kurzfristigen Flüchtlingsquartiere mehr zur Verfügung. In Erstaufnahmestellen schlafen Flüchtlinge auf dem Boden, die Mitarbeiterzahl wurde teils vervierfacht. Bereits seit 2012 gibt es keine zusätzlichen staatlichen Quartiere, nun sind der Agentur auch die privaten ausgegangen. Heute wurde beschlossen, dass die Armee bei der Organisation aushelfen wird.
Der Bericht im Guardian

David Cameron stellt seine Forderungen. Der britische Premierminister hat heute dem EU-Ratspräsidenten Donald Tusk einen Brief überreicht. Darin fordert er mehr nationale Selbstbestimmung und eine Reform der Sozialleistungen für EU-Ausländer. Die britische Regierung hat für 2017 ein Referendum angesetzt, mit dem die Briten entscheiden sollen, ob sie weiterhin der EU angehören wollen oder nicht.
Der Bericht auf NZZ.ch

NLD könnte Zweidrittelmehrheit erreichen. Nach den Wahlen in Myanmar könnte die NLD die Zweidrittelmarke überschritten haben. Die Partei könnte damit alleine regieren. Das hat heute die Parteivorsitzende Aung San Suu Kyi bekannt gegeben. Gegenüber der BBC geht sie von einem Ergebnis über 75 aus.
Suu Kyi im Interview mit der BBC 

Brüssel tadelt Türkei. Die Europäische Kommission übt in ihrem neuen Fortschrittsbericht 2015 überraschend heftige Kritik am EU-Beitrittskandidaten Türkei. Die Brüsseler Behörde wirft Ankara eine „Verlangsamung“ des politischen Reformprozesses vor, berichtet die Welt vorab unter Berufung auf das Papier. Konkret beklage die Kommission Rückschritte bei der Durchsetzung von demokratischen Grundrechten, wie der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, und beim Kampf gegen die Korruption. Der Bericht sollte ursprünglich schon vor der Wahl am 1. November veröffentlicht werden.
Der Bericht in der Welt

EU stellt VW Ultimatum. Die Europäische Kommission setzt Volkswagen eine Frist, Einzelheiten im CO2-Skandal zu nennen. Der Wolfsburger Konzern erhalte für die Übermittlung der Informationen zehn Tage Zeit, berichtete das Wall Street Journal am Montag. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, bei 800.000 Fahrzeugen Verbrauch und CO2-Ausstoß manipuliert zu haben.
Der Bericht im Wall Street Journal

Neue Flüchtlingszentren auf dem Balkan. Die EU will „Bearbeitungszentren“ entlang der Balkanroute zur Flüchtlingsregistrierung einrichten. Sie sollten zusätzlich zu den „Hotspots“ zur Flüchtlingsregistrierung geschaffen werden und könnten auch in Nicht-EU-Staaten an der Balkanroute eingerichtet werden, sagte der luxemburgische EU-Ratsvorsitzende Jean Asselborn nach dem Sondertreffen am Montag in Brüssel.
Bericht in der Süddeutschen
NZZ.at: Porträt eines Grenzpolizisten in Spielfeld

Sinai: Moskau schließt Anschlag nicht mehr aus. Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet. Die Möglichkeit eines „Terroranschlags“ könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem am Montagabend veröffentlichten Interview der Rossiskaja Gazeta. Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Sharm el-Sheikh abgestürzt, keiner der 224 Insassen überlebte.
NZZ.ch: Monika Bolliger über die Konsequenzen für den ägyptischen Tourismus

André Glucksmann ist tot. Der französische Philosoph André Glucksmann ist vergangene Nach im Alter von 78 Jahren gestorben. Glucksmann war einer der Protagonisten der Studentenunruhen in Paris im Mai 1968. Er galt als Marxist, bevor er sich dem Antitotalitarismus zuwandte.
Eine Kurzbiografie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung