Was heute wichtig ist

10.12.2015

Argentinien wechselt die Richtung. Nach zwölf Jahren verabschiedete sich die linksgerichtete Cristina Kirchner vor mehr als 100.000 Anhängern aus dem Präsidentenamt. Seit heute ist Mauricio Macri ihr offizieller Nachfolger. Der ehemalige Unternehmer ist Mitglied der konservativen Partei Propuesta Republicana. Macri hat angekündigt, vieles anders zu machen. Er setzt vor allem auf Wirtschaftsfachleute, Banker, Unternehmensführer. Für die einen verkörpert er einen neuen Kurs im Kampf gegen Korruption und außenpolitische Isolation, die Opposition befürchtet einen extremen Wandel hin zu neoliberaler Politik, die Argentinien 2001 in die Pleite führte.
The Telegraph: Who is Mauricio Macri?

Not amused. Weil der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ein Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert und radikalen Islamismus in Großbritannien angeprangert hat, schlägt das Imperium zurück. Fast 400.000 Briten haben bis Donnerstagvormittag eine Petition unterzeichnet, dass Trump nicht mehr nach Großbritannien einreisen dürfe. Premier David Cameron will sich dieser Idee zwar nicht anschließen, kritisierte den Milliardär jedoch für seine Aussagen. Auch in den eigenen Reihen stößt Trump auf Unverständnis. Er kündigte an, notfalls auch ohne Unterstützung der Republikaner antreten zu wollen.
FAZ: Briten verärgert über Trump „Entzweiend, nicht hilfreich und schlicht falsch“

Klimakonferenz im Endspurt. Die Weltklimakonferenz in Paris geht in die Zielgerade. Nachdem am Mittwoch ein Grundentwurf eines Abkommens breite Unterstützung gefunden hat, will Frankreich am Donnerstag die generelle Ausrichtung einer Einigung festmachen. Am Nachmittag soll dafür ein neuer Entwurf fertig sein. Bis Freitag verhandeln Umweltminister aus aller Welt über ein global geltendes Klimaabkommen, dass 2020 das Kyoto-Protokoll ersetzen soll.
NZZ: Pausenloses Verhandeln
NZZ.at: Energietechnologie: Neu ist gut, berechenbar ist besser

Treffen zu Studie über islamische Kindergärten. Die Diskussion über die inhaltliche Ausrichtung islamischer Kindergärten in Wien geht weiter. Am Donnerstagnachmittag treffen sich Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) und die zuständigen Wiener Stadträtinnen Sonja Wehsely und Sandra Frauenberger (beide SPÖ). Kurz hatte am Mittwochabend den Auftrag der brisanten Studie in der ZIB2 gerechtfertigt, Wehsely und Frauenberger betonten in Interviews, die Stadt Wien würde sehr wohl Kontrollen in den Kindergärten durchführen.
NZZ.at: Warum es in Wien so viele private Kindergruppen gibt
NZZ.at-Kommentar: Österreich hat keinen Islamminister

Nobelpreise werden überreicht. In Stockholm überreicht der schwedische König Carl XVI. Gustaf am Donnerstag die diesjährigen Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Wirtschaftswissenschaften. In Oslo wird das tunesische „Quartett für den nationalen Dialog“ mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.