Was heute wichtig ist

10.12.2015

Einigung auf 1,5-Grad-Ziel in greifbarer Nähe. Hinter den Kulissen des Weltklimagipfels in Paris wird hart verhandelt. Eigentlich soll am Freitag ein neuer Klimavertrag präsentiert werden, Mitglieder verschiedener Delegationen rechnen aber damit, dass die Gespräche möglicherweise bis Samstag verlängert werden. Ein Knackpunkt ist, wann und wie die Klimaziele der Länder verschärft werden sollen. Wenn sich die Staaten wie kolportiert auf ein 1,5-Grad-Ziel einigen, dürfte die Weltwirtschaft bis 2050 kein CO2 mehr ausstoßen. Das errechneten Forscher des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Österreich.
NZZ.at: Energietechnologie: Neu ist gut, berechenbar ist besser
NZZ: Pausenloses Verhandeln

VW will Skandal ohne Verkauf überstehen. VW-Chef Matthias Müller sieht seinen Konzern gut genug gerüstet, um die Folgen des Abgasskandals überstehen zu können. Tochterunternehmen sollen vorerst keine verkauft werden, um die hohen Kosten und mögliche Absatzrückgänge abzufedern. „So ernst die aktuelle Situation auch ist: Dieses Unternehmen wird daran nicht zerbrechen“, sagte Müller am Donnerstag in Wolfsburg. Emissionstests sollen künftig von externen, unabhängigen Prüfern durchgeführt werden.
Deutsche Welle: VW zieht Zwischenbilanz der Diesel-Affäre

Not amused. Weil der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ein Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert und radikalen Islamismus in Großbritannien angeprangert hat, schlägt das Imperium zurück. Fast 400.000 Briten haben bis Donnerstagvormittag eine Petition unterzeichnet, dass Trump nicht mehr nach Großbritannien einreisen dürfe. Premier David Cameron will sich dieser Idee zwar nicht anschließen, kritisierte den Milliardär jedoch für seine Aussagen. Auch in den eigenen Reihen stößt Trump auf Unverständnis. Er kündigte an, notfalls auch ohne Unterstützung der Republikaner antreten zu wollen.
FAZ: Briten verärgert über Trump „Entzweiend, nicht hilfreich und schlicht falsch“

Treffen zu Studie über islamische Kindergärten. Die Diskussion über die inhaltliche Ausrichtung islamischer Kindergärten in Wien geht weiter. Am Donnerstagnachmittag treffen sich Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) und die zuständigen Wiener Stadträtinnen Sonja Wehsely und Sandra Frauenberger (beide SPÖ). Kurz hatte am Mittwochabend den Auftrag der brisanten Studie in der ZIB2 gerechtfertigt, Wehsely und Frauenberger betonten in Interviews, die Stadt Wien würde sehr wohl Kontrollen in den Kindergärten durchführen.
NZZ.at: Warum es in Wien so viele private Kindergruppen gibt
NZZ.at-Kommentar: Österreich hat keinen Islamminister