Was heute wichtig ist

11.02.2016

Dramatische Lage in Aleppo. Die zuletzt intensiven Kämpfe um die syrische Provinz Aleppo sollen bereits 50.000 Einwohner vertrieben haben, schätzt das Rote Kreuz. Neben den Kampfhandlungen soll vor allem die schlechte Wasserversorgung die Menschen zur Flucht bewegen. Das Rote Kreuz könne aufgrund der intensiven militärischen Auseinandersetzung Zehntausende nicht versorgen. Die syrische Regierung versucht mit Hilfe von russischer Luftunterstützung jene Teile der Stadt Aleppo, die von Rebellen kontrolliert werden, zurückzuerobern. Russland hat Insidern zufolge eine Waffenruhe in Syrien zum 1. März vorgeschlagen. Allerdings gebe es in den USA Bedenken über einige Aspekte des Angebots. Heute, Donnerstag, beginnen in München internationale Gespräche zur Beilegung des Bürgerkriegs.
50.000 durch Kämpfe in der Provinz Aleppo vertrieben – ICRC
Bericht der BBC
NZZ: Aleppo als Wendepunkt im syrischen Bürgerkrieg

Die NATO berät Anti-IS-Einsatz und Aufrüstung in Osteuropa. Heute treffen sich NATO-Minister in Brüssel, um eine Beteiligung an der Anti-IS-Koalition zu prüfen. Dieser Einsatz ist allerdings nicht unumstritten. Klar ist hingegen, dass das Militärbündnis seine Präsenz ausbauen will, um Russland von einem Angriff auf die östlichen Bündnispartner abzuschrecken. In Osteuropa sollten laut der NATO pro Land bis zu 1000 Bündnissoldaten stationiert werden. Die Verteidigungsminister haben beschlossen, entsprechende Planungen voranzutreiben.
NATO will Truppen in Osteuropa aufstocken – NZZ
Themen des NATO-Treffens

Feld bei den US-Republikanern lichtet sich. Nach ihrem schlechten Abschneiden bei der Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire steigen zwei weitere Republikaner aus dem Rennen um das Weiße Haus aus. Chris Christie und Carly Fiorina beendeten am Mittwoch ihre Kampagnen für die US-Präsidentenwahl. Der 53-jährige Christie erklärte, er verabschiede sich ohne Bedauern. Die 61-jährige Fiorina sagte: „Ich werde weiterhin durch dieses Land reisen und für die Amerikaner kämpfen, die sich nicht damit abfinden, wie die Dinge gerade sind.“
Der aktuelle Stand der US-Vowahlen auf NZZ.ch

Twitter verliert aktive Nutzer. Wie der Kurznachrichtendienst mitteilte, sank die Zahl der aktiven Nutzer im letzten Quartal 2015 von 307 auf 305 Millionen. Investoren hatten mit einem Wachstum gerechnet. Nach Sparmaßnahmen des gebeutelten Unternehmens ist zwar auch der Verlust von 125 auf rund 90 Millionen Dollar geschrumpft. Auf das gesamte Jahr 2015 gesehen verbrannte das Unternehmen aber 500 Millionen Dollar. Der Aktienkurs ist seit Monaten im Rutschen begriffen, auch weil wichtige Manager das Unternehmen verlassen haben.
Twitter macht 500 Millionen Euro Jahresverlust – NZZ

Schwedens Parlament verabschiedet härteres Anti-Terror-Gesetz. Das schwedische Parlament hat am Mittwoch ein härteres Anti-Terror-Gesetz beschlossen, eine Aberkennung der Staatsbürgerschaft für verurteilte Terroristen wie in Frankreich aber abgelehnt. Vorgesehen sind unter anderem zwei Jahre Haft für Reisen ins Ausland, um sich einer Terrororganisation anzuschließen. Wer sich für das Verüben eines Terrorakts trainieren lässt, muss sechs Jahre ins Gefängnis. Auf die Finanzierung von Terrorgruppen stehen künftig zwei Jahre Gefängnis.
Welt: Schweden verschärft sein Anti-Terror-Gesetz