Was heute wichtig ist

11.02.2016

52 Tote bei Gefängnismeuterei in Mexiko. Bei einer Gefängnisrevolte im mexikanischen Monterrey sind mindestens 52 Menschen getötet worden. Bei dem versuchten Massenausbruch aus dem Topo-Chico-Gefängnis ist Feuer ausgebrochen. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, sagte der Gouverneur des Staates Nuevo León, Jaime Rodriguez, am Donnerstag. Gleichzeitig versuchten Angehörige der Gefangenen, von außen einzudringen. Die Situation sei mittlerweile wieder unter Kontrolle, teilen die Behörden über Twitter mit. Bei der Revolte sei aber mehreren Insassen die Flucht geglückt.
Bericht der NZZ

Türkei droht mit Abschiebung syrischer Flüchtlinge. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan kündigte ein mögliches Einschreiten der Türkei im Syrienkonflikt an. Gleichzeitig drohte der türkische Staatschef, Flüchtlinge in jene Länder weiterzuschicken, die „gute Ratschläge“ zur Grenzöffnungen geben, wie die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag in Ankara mitteilte. Die UNO und mehrere Länder hatten angesichts der dramatischen Lage im syrischen Aleppo die Türkei aufgerufen, die Grenze am nächstgelegenen Übergang zu öffnen und zehntausende syrische Kriegsflüchtlinge durchzulassen.
Bericht auf ORF.at

Nordkorea kappt das „Rote Telefon“ zum Süden. Pjöngjang trennt zwei wichtige Kommunikationslinien, die in Notfällen zur raschen Schlichtung von Konflikten mit Südkorea beitragen sollten. Damit reagiert das Regime von Diktator Kim Jong-un auf den Rückzug Südkoreas aus dem gemeinsam bewirtschafteten Industriekomplex Kaesong nördlich der demilitarisierten Zone. Seoul hatte wiederum die einzige Wirtschaftskooperation zwischen den Ländern in Kaesong abgebrochen, um gegen einen Test einer Langstreckenrakete vom Sonntag zu protestieren. Den Rückzug Südkoreas wertete der Norden als Kriegserklärung und deklarierte das Kaesong-Areal als Militärzone, wie Medien berichteten. Südkoreanische Firmen haben bereits mit dem Abzug von Personal und Material begonnen.
Bericht der BBC

Forscher entdecken Gravitationswellen. Einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern gelang am US-Observatorium Ligo der Nachweis von Gravitationswellen, wie sie von Albert Einstein in der Theorie bereits beschrieben wurden. Das teilten die Forscher am Donnerstag in einer vielbeachteten Pressekonferenz mit. Seit über 50 Jahren versuchen Forscher, den endgültigen Beweis mit immer empfindlicheren Antennen zu erbringen.
Bericht der NZZ

Prozess gegen Auschwitz-Wächter hat begonnen. Der 94-jährige Reinhold Hanning war von Januar 1943 bis Juni 1944 SS-Unterscharführer im KZ Auschwitz. In diesem Zeitraum wird ihm Beihilfe zum Mord an 170.000 Menschen vorgeworfen. Sein Prozess beginnt heute, Donnerstag, vor dem Landgericht Detmold (Nordrhein-Westfalen).
NZZ über den Prozess

Dramatische Lage in Aleppo. Die zuletzt intensiven Kämpfe um die syrische Provinz Aleppo sollen bereits 50.000 Einwohner vertrieben haben, schätzt das Rote Kreuz. Neben den Kampfhandlungen soll vor allem die schlechte Wasserversorgung die Menschen zur Flucht bewegen. Das Rote Kreuz könne aufgrund der intensiven militärischen Auseinandersetzung Zehntausende nicht versorgen. Die syrische Regierung versucht, mit Hilfe von russischer Luftunterstützung jene Teile der Stadt Aleppo, die von Rebellen kontrolliert werden, zurückzuerobern. Russland hat Insidern zufolge eine Waffenruhe in Syrien zum 1. März vorgeschlagen. Die USA glauben, dass sich Moskau damit ein dreiwöchiges Zeitfenster verschaffe, um die Rebellen in die Knie zu zwingen. Heute, Donnerstag, beginnen in München internationale Gespräche zur Beilegung des Bürgerkriegs.
50.000 durch Kämpfe in der Provinz Aleppo vertrieben – ICRC
Bericht der BBC
NZZ: Aleppo als Wendepunkt im syrischen Bürgerkrieg

Die NATO berät Anti-IS-Einsatz und Aufrüstung in Osteuropa. Heute treffen sich die NATO-Minister in Brüssel, um eine Beteiligung an der Anti-IS-Koalition zu prüfen. Dieser Einsatz ist allerdings nicht unumstritten. Klar ist hingegen, dass das Militärbündnis seine Präsenz ausbauen will, um Russland von einem Angriff auf die östlichen Bündnispartner abzuschrecken. In Osteuropa sollten laut der NATO pro Land bis zu 1.000 Bündnissoldaten stationiert werden. Die Verteidigungsminister haben beschlossen, entsprechende Planungen voranzutreiben.
NATO will Truppen in Osteuropa aufstocken – NZZ
Themen des NATO-Treffens