Was heute wichtig ist

11.08.2016

Feuerpausen für Aleppo. Das russische Militär hat eine Feuerpause rund um die umkämpfte syrische Großstadt Aleppo angekündigt. Drei Stunden lang soll täglich der Beschuss unterbrochen werden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Mittwoch mit. Syrische Ärzte forderten unterdessen in einem Brief an US-Präsidenten Barack Obama einen ständigen Versorgungskorridor und das sofortiges Eingreifen der USA. Sonst werde sich der Hunger weiter ausbreiten und die Vorräte der Krankenhäuser gingen zu Ende. Laut der UNO gibt es in Aleppo für zwei Millionen Menschen seit Tagen kein fließendes Wasser mehr. Mittwoch Abend erreichte das erste Mal seit Wochen ein Hilfskonvoi mit Nahrung den Osten der Stadt.
Sechs Fragen zur Schlacht um Aleppo: Die doppelte Belagerung
Hilfskonvoi mit Nahrung erreicht nach Wochen wieder Aleppo

Terrorvorwürfe auf der Krim. Russlands Präsident Wladimir Putin warf der Ukraine Terrorismus vor. Der russische Geheimdienst hätte einen Anschlag des ukrainischen Verteidigungsministeriums auf der Krim verhindert, die ukrainische Führung sei zum Terror übergegangen. Diese wies die Vorwürfe über den bewaffneten Überfall zurück. Die Anschuldigungen seien ein zynischer Vorwand für weitere militärische Drohungen gegen die Ukraine, sagte der Präsident des Landes, Petro Poroschenko am Mittwoch.
BBC: Russia accuses Ukraine of attemted Crimea ‚incursions‘

Waldbrände in Frankreich und Portugal. Waldbrände im Süden Frankreichs haben 2.700 Hektar Land verwüstet und mehrere Häuser zerstört. Die Lage sei dabei kurzfristig außer Kontrolle geraten, wie die dortige Feuerwehr am Mittwoch mitteilte. Ebenfalls großräumige Waldbrände gab es auf der zu Portugal gehörenden Atlantik-Insel Madeira, die Hauptstadt Funchal wurde dabei von den Flammen eingekesselt. Seit Samstag wüteten auch auf dem portugiesischen Festland mehr als hundert Brände. Für fast die gesamte Nordhälfte Portugals galt die höchste oder zweithöchste Warnstufe.
Waldbrände auf Madeira langsam unter Kontrolle
Waldbrand in Südfrankreich: Flammenmeer richtet schwere Schäden an

Weltbank-Belegschaft wirft Präsident Führungsschwäche vor. Mitarbeiter der Weltbank warfen ihrem Präsidenten Jim Yong Kim Intransparenz bei der Postenbesetzung, Führungsschwäche und ein Übergewicht der USA vor. In der internationalen Finanzorganisation herrsche eine „Führungskrise“, welche die Weltbank auf längere Sicht irrelevant machen könnte, heißt es in einem offenen Brief der Mitarbeitervereinigung.
Chefökonom der Weltbank Paul Romer im Interview

Tote bei Anschlägen im Südosten der Türkei. Nach Bombenanschlägen im Südosten der Türkei sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens sieben Zivilisten und ein Polizist getötet worden. Mindestens fünfzig weitere wurden verletzt. Die Anschläge ereigneten sich am Mittwoch nahezu zeitgleich in Diyarbakir und in der Ortschaft Kiziltepe und werden der PKK zugeschrieben.
Sieben Tote und Verletzte bei Bombenanschlägen in der Türkei

Herbert Krejci ist gestorben. Der ehemalige Generalsekretär der Industriellenvereinigung Herbert Krejci ist am Mittwoch mit 93 Jahren verstorben. „Der überzeugte Europäer“ war 36 Jahre für die IV tätig, bis er 1992 in den Ruhestand wechselte. Er bleibe als „überzeugter Anhänger einer sozialen Marktwirtschaft und als kritischer Bürgerlich-Liberaler in Erinnerung, der sich nicht nach gängigen Kriterien einordnen oder vereinnahmen ließ“, sagte IV-Präsident Georg Kapsch am Mittwoch. Der ORF bezeichnete Krejci im Nachruf als „einen der profiliertesten Meinungsmacher der Republik.“
Berichterstattung des ORF