Was heute wichtig ist

11.10.2016

Barack Obama ruft für North Carolina den Notstand aus. Hurrikan „Matthew“ war am Wochenende über den Bundesstaat an der Ostküste der USA gefegt. Durch den Notstand können Bundesgelder zur Unterstützung der betroffenen Menschen freigegeben werden. Das teilte das Präsidialamt am Montag mit. Der Wirbelsturm hat in den USA mindestens 23 Menschenleben gefordert, knapp die Hälfte davon in North Carolina. In Haiti kamen durch „Matthew“ rund 1.000 Menschen ums Leben. Der Hurrikan gilt als der stärkste Atlantik-Sturm seit 2007.
The Guardian: Hurricane Matthew kills 22 in US as flooding endangers North Carolina
New York Times: Hurricane Matthew’s Death Toll Rises; Flooding Strands 1,500 in North Carolina

Der mächtige Republikaner Paul Ryan wendet sich von Donald Trump ab. Der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses habe mit mehreren Abgeordneten Telefongespräche geführt. Darin habe er erklärt, er wolle Trump im Präsidentschaftswahlkampf nicht mehr unterstützen und sich auf die Kongresswahlen konzentrieren. Das berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf informierte Kreise. Offiziell hat Ryan seine Unterstützung noch nicht zurückgezogen. Ryan gilt als scharfer Kritiker Trumps, hatte sich im Juni aber doch zur Unterstützung durchgerungen.
NZZ.at: Trump kämpft mit dem Rücken zur Wand
NZZ.ch: Paul Ryan will Trump nicht mehr verteidigen
New York Times: Paul Ryan Turns Focus From Donald Trump to House Races, Roiling G.O.P
The Guardian: Paul Ryan deserts Trump campaign but won’t formally drop endorsement

Kolumbien und Rebellengruppe ELN wollen Friedensverhandlungen aufnehmen. Die Gespräche der Regierung mit der zweitgrößten Rebellengruppe des Landes sollen am 27. Oktober in Ecuador beginnen. Das teilten Unterhändler beider Seiten am Montag im venezolanischen Außenministerium in Caracas mit. Die Guerilla der ELN soll noch über 2.000 Kämpfer verfügen. Die Regierung fordert die Freilassung aller Geiseln.
NZZ.at: Wo ein Ego ist, ist auch ein Weg
NZZ.ch: Nun auch Friedensprozess mit ELN-Guerilla
BBC: Colombia and ELN rebels announce historic peace talks

Samsung ruft Galaxy Note 7 zurück. Eine weltweite Austauschaktion konnte die Probleme mit dem Smartphone nicht lösen. Wegen Brandgefahr bei den Akkus wurde der Verkauf des Galaxy Note 7 gestoppt. Samsung ruft zudem die schadhaften Geräte weltweit zurück. Der südkoreanische Konzern forderte seine Kunden auf, das Smartphone auszuschalten und nicht mehr zu benutzen.
NZZ.at: Galaxy-Note-7-Produktion eingestellt: Debakel für Samsung wird noch größer
BBC: Samsung Galaxy Note 7 owners told to turn off device
The Guardian: Samsung suspends sales of Galaxy Note 7 phones, warns users: ‚turn it off‘

In Leipzig festgenommener Terrorverdächtiger hatte einen Flughafen in Berlin im Visier. Zunächst hätte alles auf geplante Anschläge auf Züge in Deutschland hingewiesen. Hinweise von Nachrichtendiensten hätten schließlich auf einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen schließen lassen. Das sagte Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maassen am Montag der ARD. Der 22-jährige syrische Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr war am Montag nach einer Fahndung in Leipzig festgenommen worden.
NZZ.at: Vereitelte Anschläge in Deutschland: Bis sich der Verdacht erhärtet
NZZ.ch: Attentäter hatte Flughafen in Berlin im Visier