Was heute wichtig ist

12.01.2016

Mindestens sieben sunnitische Moscheen im Irak in Flammen. Die religiös motivierte Gewalt eskaliert im Irak auch abseits der Gefechte der Bürgerkriegsparteien. Laut der örtlichen Regierungen wurden am Dienstag Brandanschläge auf mindestens sieben sunnitische Moscheen im Osten des Landes verübt. Auch in mehreren Geschäften sei Feuer gelegt worden und mehrere Sunniten kamen dabei ums Leben. Am Montag starben bei Bombenanschlägen mindestens 20 Menschen in einem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Bezirk der Hauptstadt Bagdad. Zum Angriff bekannte sich die sunnitische Terror-Miliz Islamischer Staat (IS).
Bericht über die Eskalation der Gewalt auf BBC

Ex-FBI-Chef soll in Verfahren gegen VW schlichten. 
Der frühere Geheimdienstchef Robert S. Mueller wird voraussichtlich zwischen Volkswagen und den über 500 Klägern gegen den Autokonzern vermitteln, wie das kalifornische Bezirksgericht bekannt gab. In den kommenden Monaten wolle VW ein Wiedergutmachungsprogramm vorlegen. Dem Unternehmen drohen wegen manipulierter Abgaswerte in den USA milliardenschwere Strafzahlungen.
Bericht auf NZZ.ch 

Vor allem deutsche Todesopfer bei Explosion in Istanbul. In dem bei Touristen beliebten Altstadtviertel Sultanahmet in Istanbul ist es am Dienstag zu einer Explosion gekommen. Mindestens zehn Personen sollen getötet und 15 verletzt worden sein. Unter den Toten seien mindestens neun Deutsche gewesen, wie es aus dem Büro des Ministerpräsidenten hieß. Bei dem Selbstmordattentäter handle es sich um einen 28-jährigen Syrer, Mitglied des Islamischen Staats (IS). Die Explosion fand in der Umgebung der Hagia Sophia und der Blauen Moschee statt.
NZZ-Korrespondent Marco Kauffmann-Bossart berichtet aus Istanbul

90.000 Asylanträge in Österreich im Jahr 2015. Dem Innenministerium zufolge wurden 90.000 Ansuchen gestellt. Das sind gut 200 Prozent mehr als im Vorjahr, als 28.000 Anträge abgegeben wurden. An den historischen Höchstwert von 170.000 im Jahr 1956 zur Zeit der Ungarn-Krise reicht das allerdings nicht heran. Größte Flüchtlingsgruppe waren über das ganze Jahr gerechnet Afghanen mit 25.202 Anträgen. Knapp dahinter folgen mit 25.064 Ansuchen Syrer.

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Gerald Gartner mit Details

400 hungernde Menschen sollen aus Madaya evakuiert werden. Nachdem ein Hilfskonvoi erstmals wieder in die seit Monaten belagerte syrische Stadt Madaya vordringen konnte, sollen 400 Menschen nun so schnell wie möglich herausgebracht werden. Diese Menschen seien fast tot und bräuchten dringend medizinische Hilfe, sagten UNO-Diplomaten am Montagabend nach einer Sicherheitsratssitzung in New York.

Rechte randalieren in Leipzig. In Leipzig haben am Montagabend mehr als 250 Vermummte aus dem rechten Spektrum im Stadtteil Connewitz randaliert. Während die angemeldeten Demonstrationen zum Jahrestag des Pegida-Ablegers Legida im Zentrum weitgehend friedlich abliefen, kam es in dem für seine links-autonome Szene bekannten Stadtteil zu Ausschreitungen von Rechtsextremen. Zuvor hatten Pegida-Gegner versucht, Teilnehmer der Legida-Veranstaltung anzugreifen.
Details bei der Welt

Auch Schwedens Polizei vertuschte sexuelle Übergriffe. Nach den von der Kölner Polizei zunächst heruntergespielten sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat auch die schwedische Polizei eine Vertuschung von sexuellen Übergriffen durch mutmaßlich ausländische junge Männer eingeräumt. Bei Musikfestivals in Stockholm im August 2014 und 2015 habe es dutzende Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegeben, gaben die Behörden am Montag bekannt.
Die Araber und die Frauen, eine Analyse
Köln und die Folgen