Was heute wichtig ist

12.02.2016

Historisches Treffen zwischen Papst und Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche. Erstmals seit der Kirchenspaltung vor fast tausend Jahren treffen sich die beiden Kirchenoberhäupter Papst Franziskus und der Patriarch Kyrill heute Abend auf dem Flughafen von Havanna auf Kuba. Konfliktstoff bietet die Rolle der vom Vatikan unterstützen griechisch-katholischen Kirche, die in der Ukraine im Aufschwung ist. Traditionell ist die Ukraine Teil des Einflussgebiets der russisch-orthodoxen Kirche.

Feuerpause in Syrien geplant. Internationale Verhandler haben sich darauf geeinigt, in einer Woche die Kampfhandlungen in Syrien einzustellen. Ausgenommen sind Angriffe gegen die Terrormiliz IS. Die aus 17 Mitgliedern bestehende Internationale Unterstützungsgruppe für Syrien, darunter USA und Russland, einigte sich auch auf weitere Hilfslieferungen in das Krisengebiet. Das geht aus der Abschlusserklärung eines Treffens in München in der Nacht auf Freitag hervor. Die Türkei fordert erneut eine Sicherheitszone im Norden Syriens, da sie weitere Landgewinne syrischer Kurden befürchtet.
Ein fahler Hoffnungsschimmer für Syrien
Russlands Ministerpräsident Medwedew warnt im Handelsblatt vor einem „Weltkrieg“

EU: Griechenland muss Grenzschutz verbessern. Die EU hat Athen am Freitag drei Monate Zeit gegeben, um die Kontrollen an der EU-Außengrenze zu verbessern. Setzt Griechenland bis Mai eine Reihe von Empfehlungen aus Brüssel nicht um, kann die EU-Kommission eine Verlängerung der Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums auf bis zu zwei Jahre empfehlen. „Das Funktionieren des Schengenraums insgesamt steht auf dem Spiel“, heißt es in dem Beschluss der EU-Mitgliedstaaten, der gegen den Widerstand der Regierung in Athen angenommen wurde.
Mehr dazu im Bericht der Wiener Zeitung

Planungen für Grenzsicherungen am Brenner gestartet. Die österreichische Polizei bereitet sich angesichts eines möglichen Ausweichens von Flüchtlingen auf neue Routen auch auf eine stärkere Sicherung der Grenze am Brenner vor. Seit einigen Tagen liefen intensive Planungen für ein solches Grenzmanagement, sagte Landespolizeidirektor Helmut Tomac in Innsbruck. „Die Entscheidung, wann dieses hochgefahren werden soll, liegt aber allein beim Innenministerium.“ Der „Endausbau“ des Grenzmanagements wäre innerhalb von acht bis zehn Wochen möglich.
Mehr dazu im Bericht des Standard

Russland weitet Übung aus. Das russische Militär weitet eine Übung unangekündigt auf die Krim aus. Am Manöver im südlichen Wehrbezirk, zu dem Russland die 2014 annektierte Schwarzmeerinsel zählt, nahmen unter anderem 50 Kriegsschiffe und 200 Kampfhelikopter teil. Präsident Putin erklärte in Moskau in einer Videokonferenz, das Militär habe seine Bereitschaft gezeigt, den Süden Russlands einschließlich der Krim zu verteidigen.

Polnische Regierungschefin fordert Kehrtwende in Flüchtlingspolitik. Polens Ministerpräsidentin Beata Szydło hat in der Flüchtlingskrise ein Umdenken gefordert. „Es zeigt sich, dass der eingeschlagene Weg nicht weiterführt. Wir brauchen eine Kehrtwende“, sagte sie vor ihrem Antrittsbesuch heute in Berlin der Bild-Zeitung. Die Gefahr, die von der Einwanderungswelle ausgehe, werde unterschätzt, so Szydło vor ihrem Treffen mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel. Merkel trifft heute außerdem den britischen Premier Cameron in Hamburg.

Start für letzte Semesterferien-Staffel. In der Steiermark, in Oberösterreich und Vorarlberg beginnt am Freitag die letzte der drei Semesterferien-Staffeln: Rund 400.000 Schüler erhalten dort ihre Schulnachrichten und starten in die einwöchigen Ferien. Gleichzeitig endet für etwa 280.000 Schüler in Tirol, Salzburg, Kärnten und im Burgenland die Semesterwoche.