Was heute wichtig ist

12.10.2016
Trump lässt seiner Wut freien Lauf: Kritik an eigener Partei. Der Streit zwischen dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und führenden Vertretern seiner eigenen Partei eskaliert. Trump warf dem mächtigen Republikaner Paul Ryan und anderen am Dienstag vor, seinen Wahlkampf zu torpedieren. Im Kurznachrichtendienst Twitter setzte Trump gleich mehrere Botschaften ab, in denen er seiner Wut freien Lauf ließ. Ryan, der Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist, hatte sich am Vortag von dem Kandidaten losgesagt. Clintons Wahlkampfteam beschuldigt indes Russland, sich in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf einzumischen. Umfragen zufolge konnte Hillary Clinton ihren Vorsprung auf Trump ausbauen.

Deutsches Verfassungsgericht verhandelt Anträge gegen CETA. Die Gegner des Freihandelsabkommens CETA versuchen am Mittwoch vor dem deutschen Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, ein vorläufiges Inkrafttreten zu verhindern. Verhandelt wird über mehrere Eilanträge gegen das kurz vor der Unterzeichnung stehende Abkommen der EU mit Kanada. Die CETA-Gegner halten das Abkommen für verfassungswidrig, weil es aus ihrer Sicht demokratische Prinzipien untergräbt und den Umwelt- und Konsumentenschutz schwächt.
NZZ.at: Norbert Hofer, der CETA-Endgegner
NZZ.at: Was für CETA spricht
NZZ.at: Beipackzettel überzeugt Ceta-Gegner nicht

USA und Mexiko wollen Grenze besser sichern. Die USA und Mexiko wollen die Sicherheit an der gemeinsamen Grenze verbessern. „Wir haben darüber gesprochen, wie wir dem Phänomen der Migration begegnen und unsere Grenze sicherer machen können“, sagte die mexikanische Außenministerin Claudia Ruiz Massieu am Dienstag nach einem Treffen mit US-Heimatschutzminister Jeh Johnson. Die rund 3000 Kilometer lange Grenze passieren täglich rund eine Million Menschen und etwa 437.000 Fahrzeuge. Allerdings gelangen jedes Jahr auch tausende Einwanderer aus Mittelamerika und Mexiko illegal in die USA.
orf.at: USA und Mexiko wollen Grenze stärker kontrollieren

Schellings zweite Budgetrede mit „strukturellem Nulldefizit“. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hält am Mittwoch seine zweite Budgetrede – und er wird dabei neuerlich auf die Einhaltung der EU-Defizitkriterien verweisen können. Unter Ausklammerung der Kosten für die Flüchtlingskrise bleibt Österreich nämlich im Rahmen der vereinbarten Ziele: Das „strukturelle Defizit“ soll nur bei 0,5 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Im Frühjahr war Schelling noch von 1,0 Prozent Defizit ausgegangen.
NZZ: Das kann doch nicht alles gewesen sein
NZZ.at: Halbjahresüberschuss im Budget – es geht ja!

Hurrikan „Nicole“ zieht auf Bermuda-Inseln zu. Die Bewohner der Bermuda-Inseln im Atlantik wappnen sich gegen Hurrikan „Nicole“. Der Wirbelsturm erreichte am Dienstag Windstärken von bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Das Auge des Sturms sollte sich in der Nacht auf Donnerstag der Inselgruppe östlich der US-Küste nähern. Experten warnten vor Überschwemmungen und Sturzfluten. Sie stuften „Nicole“ als Hurrikan der Kategorie 1 ein. Vor einer Woche hatte der Hurrikan „Matthew“ Haiti getroffen und mindestens 473 Menschenleben gefordert. Die UNO warnt unterdessen vor einer humanitären Katastrophe auf Haiti.
NZZ: Obdachlosigkeit, Hunger und Seuchengefahr
NZZ: Hurrikan «Nicole» verschiebt Start von «Cygnus» zur ISS

85 Länder im Rennen um den Auslands-Oscar. 85 Länder bewerben sich für 2017 um den Oscar in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“. Dies teilte die Oscar-Akademie am Dienstag im kalifornischen Beverly Hills mit. Für Österreich listete die Akademie den Film „Vor der Morgenröte“ der deutschen Regisseurin Maria Schrader auf, bei dem Josef Hader den Schriftsteller Stefan Zweig im Exil spielt. Für Deutschland geht „Toni Erdmann“ mit Hauptdarsteller Peter Simonischek ins Rennen. Am 24. Jänner gibt die Akademie bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl kommen. Die Preisverleihung geht dann am 26. Februar über die Bühne.