Was heute wichtig ist

13.01.2016

Nicht Lincoln oder Roosevelt. Barack Obama hat in seiner „State of the Union“-Rede Rechenschaft über seine Amtsführung abgelegt. Der Präsident warnte in der Nacht auf heute vor den beiden Kammern des Kongresses, dass das Misstrauen zwischen Republikanern und Demokraten gewachsen sei. Wenn der Wille zum Kompromiss aber fehle, komme die Demokratie zum Stillstand.
Beat Amman hat die Rede verfolgt und kommentiert
Die Rede im Volltext

Ölpreis am Boden. Der Erdölpreis rutscht auf den tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Die beiden wichtigsten Sorten Brent und WTI werden aktuell für weniger als 31 Dollar gehandelt. Die Erholung am chinesischen Aktienmarkt konnte die Ölpreise nicht stützen. Weiterhin lastet das weltweit hohe Angebot an Rohöl auf den Preisen.

Details bei Lukas Sustala im Geld-Walkthrough

Die deutsche Regierung will nach den sexuellen Übergriffen von Köln kriminelle Ausländer schneller ausweisen. Das teilten Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Justizminister Heiko Maas gemeinsam in Berlin mit. Demnach soll ein Straftäter künftig bereits dann ausgewiesen werden, wenn er wegen schwerwiegender Delikte zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde, auch wenn die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Iran setzt zwei US-Marineboote fest. Der Iran hat offenbar zwei US-Marineboote und ihre Besatzungen festgesetzt, die im Persischen Golf unterwegs waren. „Wir haben den Kontakt zu zwei kleinen US-Marineschiffen auf dem Weg von Kuwait nach Bahrain verloren“, sagte ein hoher US-Regierungsbeamter am Dienstag. Iranische Behörden hätten versichert, „dass die Besatzungen in Sicherheit sind und dass es ihnen gut geht“.
Quartz berichtet live über die Situation

In England streiken rund 50.000 junge Ärzte einen Tag lang gegen Sparpläne der Regierung. Als Folge mussten am Dienstag etwa 4.000 Operationen und ambulante Verfahren gestrichen werden. Die Regierung von Premierminister Cameron argumentiert, die gestiegenen Medizinkosten erforderten mehr Flexibilität etwa bei Wochenenddiensten der Ärzte.

In Venezuela hat der Oberste Gerichtshof vorübergehend die Arbeit des Parlaments gestoppt. Mit dem Urteil vom Montag reagiert das Gericht auf die Vereidigung von drei oppositionellen Parlamentariern, die vom Obersten Gerichtshof eigentlich wegen angeblichen Wahlbetrugs suspendiert worden waren. Damit geht der Machtkampf zwischen dem sozialistischen Präsidenten Maduro und dem Oppositionsbündnis, das im Dezember die Zweidrittelmehrheit im Parlament gewonnen hatte, weiter.