Was heute wichtig ist

13.04.2016

Razzien in Büros der Kanzlei Mossack Fonseca. Mehr als eine Woche nach den Enthüllungen der „Panama Papers“ hat die Polizei Büros der Finanzkanzlei Mossack Fonseca in Panama durchsucht. An den Razzien in der Kanzlei, die im Zentrum der Enthüllungen steht, sei auch eine Einheit zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens beteiligt, hieß es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft vom Dienstag. Ziel sei es, zu prüfen, ob das Unternehmen für illegale Aktivitäten genutzt wurde.
Lukas Sustala erklärt: Die „Panama Papers“ sind nicht bloß Papiertiger
Alle NZZ-Artikel zu den „Panama Papers“

Verdächtiger Mann am Amsterdamer Flughafen Schiphol festgenommen. Aus Angst vor Terror ist am Dienstagabend der Amsterdamer Flughafen gesperrt worden. Ein Mann sei „in einer verdächtigen Situation“ festgenommen worden, teilte eine Sprecherin der Flughafenbehörde mit. Nach vier Stunden wurde die Sperre wieder aufgehoben.

Syrer wählen umstrittenes Parlament. Im Bürgerkriegsland Syrien wird heute ein neues Parlament gewählt. Für die 250 Sitze im Abgeordnetenhaus stehen 3.500 Kandidaten zur Abstimmung. Allerdings kann die Wahl nur in Gebieten stattfinden, die vom Regime des Machthabers Bashar al-Assad kontrolliert werden – Oppositionsparteien boykottieren sie komplett. Unterdessen zeigt sich Staffan de Mistura, UN-Sondergesandter für Syrien, beunruhigt angesichts der Zunahme der Kämpfe in Syrien.

Südkoreaner wählen neues Parlament. In Südkorea hat die Parlamentswahl begonnen. Mehr als 42 Millionen Südkoreaner können ihre Stimme abgeben. Die konservative Regierungspartei Saenuri gilt als Favoritin. Trotz Wirtschaftsflaute könnte sie Umfragen zufolge ihre Mehrheit in der Nationalversammlung noch ausbauen. Es geht um die Verteilung von insgesamt 300 Mandaten. Die größte Oppositionskraft, die Minjoo oder Demokratische Partei Koreas (MPK), muss sich auf Mandatsverluste einstellen.

EU-Parlament berät über Türkei-Abkommen und Datenschutz. Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei beschäftigt heute das Europaparlament. Die Abgeordneten wollen unter anderem mit EU-Ratspräsident Donald Tusk über die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union sprechen. Dazu gehört auch die Vereinbarung mit Ankara vom März über die Rücknahme von Migranten, die illegal nach Griechenland eingereist sind.

Erdoğan-Anwalt will gegen Böhmermann bis zur letzten Instanz gehen. Hubertus von Sprenger, der deutsche Anwalt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, ist bereit, mit seinem Mandanten gegen den TV-Satiriker Jan Böhmermann alle Rechtsmittel auszuschöpfen. „Wenn ich das Mandat annehme, ziehe ich das auch durch“, sagte von Sprenger am Dienstagabend im ZDF. Nach seinem umstrittenen Schmähgedicht über Erdoğan steht der deutsche TV-Moderator unter Polizeischutz.
NZZ-Medienredakteur Rainer Stadler meint: Satire ohne Realitätsbezug ist hohl