Was heute wichtig ist

14.03.2016

Mindestens 37 Tote bei Anschlag in Ankara. Nach dem verheerenden Autobomben-Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara ist die Zahl der Toten auf mindestens 37 gestiegen. Drei Schwerverletzte seien in der Nacht in Krankenhäusern gestorben, sagte Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoglu am Dienstag. 17 der mehr als 120 Verletzten seien noch auf der Intensivstation. Unter den Toten sei mindestens ein Selbstmordattentäter.
Attentäterin soll PKK-Mitglied sein
Spiegel Online: Türkei bombardiert Stellungen der Kurden

Kärnten reagiert auf Hypo-Gläubiger. Heute Mittag wird der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds offiziell verkünden, dass das Rückkaufangebot, das den Gläubigern der Hypo/Heta etwa 80 Prozent der Forderungen zurückgebracht hätte, gescheitert ist. Dann werden sowohl das Land Kärnten als auch Finanzminister Hans Jörg Schelling und die Gläubiger Stellung beziehen.
Matthias Benz analysiert: Haftung bleibt Haftung

Flüchtlinge: Faymann verteidigt Schwenk im ORF. Bundeskanzler Werner Faymann hat am Sonntagabend seinen Schwenk in der Flüchtlingspolitik in einem im Vorfeld umstrittenen Solo-Interview „Im Zentrum“ verteidigt. Es sei ihm bei der Diskussion mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Winter klar geworden, dass die Lösung des „Durchwinkens“ der Flüchtlinge angesichts stetig steigender Flüchtlingszahlen nicht funktioniere.
Die Sendung in der ORF-Tvthek
Michael Fleischhackers Nachtkritik: Das Interview war die Aufregung nicht wert

Starker Zuwachs für Rechtspopulisten in Deutschland. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) stark zugelegt. Die Christdemokraten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erlebten in Baden-Württemberg ein Debakel und büßten auch in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Stimmen ein. In allen drei Ländern dürften die amtierenden Ministerpräsidenten im Amt bleiben, müssen sich aber jeweils neue Koalitionen suchen.
Auslandschef Peter Rásonyi sieht in den AfD-Ergebnissen ein „Warnsignal nach Berlin“
Hintergrund von Markus Ackeret: Persönlichkeit sticht Ideologie

Syrien: Wieder Friedensgespräche in Genf. Laut dem UNO-Sondergesandten Staffan de Mistura sollen sie maximal zehn Tage dauern. 18 Monate nach Gesprächsbeginn soll es nach de Misturas Plan Wahlen geben. Die Gespräche sollen sich um die Bildung einer breit abgestützten neuen Regierung und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung drehen. Der UNO-Sondergesandte beruft sich dabei auf den letztes Jahr vereinbarten internationalen Friedensplan für Syrien.
Monika Bolliger beschreibt die „grimmige Ausgangslage für Friedensgespräche“

16 Tote bei Angriff in Badeort in Côte d’Ivoire. In der Elfenbeinküste haben Schwerbewaffnete am Sonntag drei Hotels und einen Strand des auch bei Touristen beliebten Badeorts Grand-Bassam angegriffen und 16 Menschen ermordet, darunter mindestens einen Franzosen und vermutlich auch einen Deutschen. Alle sechs Angreifer wurden in einer Schießerei mit Regierungstruppen getötet. Zu dem Attentat bekannte sich die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb.
Reuters

Drei Millionen Brasilianer demonstrierten gegen Präsidentin. Mehr als drei Millionen Menschen haben in Brasilien für die Absetzung von Staatschefin Dilma Rousseff demonstriert. „Dilma raus“, riefen die Regierungsgegner, die sich am Sonntag in der Hauptstadt Brasília und rund 400 anderen Städten des Landes versammelten. Sie machten lauthals ihrem Ärger über eine riesige Korruptionsaffäre sowie über den wirtschaftlichen Abschwung in Brasilien Luft.
Tjerk Brühwiller berichtet aus São Paulo

Sonde zum Mars geschickt. Auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars haben die Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam eine Sonde ins All geschossen. Die Proton-M-Rakete hob am Montag planmäßig um 10 Uhr 31 vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab. Sie erreichte nach etwa zehn Minuten den Erdorbit. Der Start galt als eine erste schwierige Hürde auf dem siebenmonatigen Flug zum Mars.
Mehr über die ExoMars 2016