Was heute wichtig ist

14.03.2016

Mindestens 34 Tote bei Anschlag in Ankara. Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der Hauptstadt Ankara sind nach Behördenangaben mindestens 34 Menschen getötet worden. Weitere 125 Menschen seien bei dem Attentat nahe des belebten Kızılay -Platz verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoğlu am Sonntagabend mit. Noch hat sich niemand zu der Tat bekannt, die türkische Regierung verdächtigt kurdische Extremisten.
Korrespondent Marco Kauffmann Bossart mit ersten Details

Flüchtlinge: Faymann verteidigt Schwenk im ORF. Bundeskanzler Werner Faymann hat am Sonntagabend seinen Schwenk in der Flüchtlingspolitik in einem im Vorfeld umstrittenen Solo-Interview „Im Zentrum“ verteidigt. Es sei ihm bei der Diskussion mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Winter klar geworden, dass die Lösung des „Durchwinkens“ der Flüchtlinge angesichts stetig steigender Flüchtlingszahlen nicht funktioniere.
Die Sendung in der ORF-Tvthek
Michael Fleischhackers Nachtkritik: Das Interview war die Aufregung nicht wert

Starker Zuwachs für Rechtspopulisten in Deutschland. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hat die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) stark zugelegt. Die Christdemokraten der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erlebten in Baden-Württemberg ein Debakel und büßten auch in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt Stimmen ein. In allen drei Ländern dürften die amtierenden Ministerpräsidenten im Amt bleiben, müssen sich aber jeweils neue Koalitionen suchen.
Auslandschef Peter Rásonyi sieht in den AfD-Ergebnissen ein „Warnsignal nach Berlin“

16 Tote bei Angriff in Badeort in Côte d’Ivoire. In der Elfenbeinküste haben Schwerbewaffnete am Sonntag drei Hotels und einen Strand des auch bei Touristen beliebten Badeorts Grand-Bassam angegriffen und 16 Menschen ermordet, darunter mindestens einen Franzosen und vermutlich auch einen Deutschen. Alle sechs Angreifer wurden in einer Schießerei mit Regierungstruppen getötet. Zu dem Attentat bekannte sich die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb.
Reuters

Kärnten reagiert auf Hypo-Gläubiger. Heute Mittag wird der Kärntner Ausgleichszahlungsfonds offiziell verkünden, dass das Rückkaufangebot, das den Gläubigern der Hypo/Heta etwa 80 Prozent der Forderungen zurückgebracht hätte, gescheitert ist. Dann werden sowohl das Land Kärnten als auch Finanzminister Hans Jörg Schelling und die Gläubiger Stellung beziehen.
Matthias Benz analysiert: Haftung bleibt Haftung

Drei Millionen Brasilianer demonstrierten gegen Präsidentin. Mehr als drei Millionen Menschen haben in Brasilien für die Absetzung von Staatschefin Dilma Rousseff demonstriert. „Dilma raus“, riefen die Regierungsgegner, die sich am Sonntag in der Hauptstadt Brasília und rund 400 anderen Städten des Landes versammelten. Sie machten lauthals ihrem Ärger über eine riesige Korruptionsaffäre sowie über den wirtschaftlichen Abschwung in Brasilien Luft.
Tjerk Brühwiller berichtet aus São Paulo