Was heute wichtig ist

14.03.2016

Rückkaufangebot an Heta-Gläubiger gescheitert. Laut Kärntner Ausgleichszahlungsfonds K-AF wurde keine ausreichende Zustimmung erreicht. Das Angebot ist somit erloschen. Finanzminister Hans Jörg Schelling sagte: „Der Bund ist jetzt aus dem Spiel. Die FMA ist am Zug.“ Die Finanzierung Kärntens über die Bundesfinanzierungsagentur sei gesichert. Eine Gläubigerklage wurde schon eingebracht.
Lukas Sustalas Analyse: Kärnten wird zum Mini-Argentinien
Matthias Benz analysiert: Haftung bleibt Haftung

Industrie fährt Produktion hoch. Die Industrie in der Eurozone ist mit dem stärksten Produktionsplus seit September 2009 ins Jahr gestartet. Die Betriebe in den 19 Staaten stellten im Januar 2,1 Prozent mehr her als Ende 2015 und übertrafen damit leicht die Erwartungen der Finanzmärkte, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Im November (minus 0,2 %) und Dezember (minus 0,5 %) hatte es noch Rückschläge gegeben. Für das größte Plus sorgten im Januar mit 3,9 Prozent die Hersteller von Maschinen, Anlagen und anderen Investitionsgütern.

Flüchtlinge verlassen Idomeni. Nach der Schließung der Balkanroute vor einer Woche haben am Montag bis zu 1.000 Flüchtlinge das provisorische Camp im griechisch-mazedonischen Grenzort Idomeni auf der Suche nach alternativen Übergängen verlassen. Laut Journalisten wurden sie von griechischen Polizisten umringt. Zuvor waren drei Flüchtlinge bei dem Versuch, illegal über die griechisch-mazedonische Grenze bei Idomeni-Gevgelija zu gelangen, ertrunken.
1.000 Flüchtlinge suchen neuen Weg

Anschlag von Ankara verschärft Konflikt mit Kurden. Nach dem Attentat von Ankara mit 37 Toten setzt die Türkei auf Härte: Die Regierung geht von einer Täterschaft der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) aus und verstärkte die Angriffe auf die Rebellen. Vier mutmaßliche Komplizen der Täter wurden am Montag im Kurdengebiet festgenommen.
Attentäterin soll PKK-Mitglied sein
Spiegel Online: Türkei bombardiert Stellungen der Kurden

Merkel hält an Flüchtlingspolitik fest. CSU-Chef Horst Seehofer hat die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür verantwortlich gemacht, dass die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt stark zulegen konnte. Merkel nannte den Wahlsonntag heute „einen schweren Tag für die CDU“, will aber an ihrem Kurs festhalten: „Die Flüchtlingsfrage braucht eine europäische Lösung. Eine nachhaltige Lösung. Und die Lösung braucht Zeit.“
N24: Die Kanzlerin hat eine klare Botschaft
Auslandschef Peter Rásonyi sieht in den AfD-Ergebnissen ein „Warnsignal nach Berlin“

Syrien: Wieder Friedensgespräche in Genf. Laut dem UNO-Sondergesandten Staffan de Mistura sollen sie maximal zehn Tage dauern. 18 Monate nach Gesprächsbeginn soll es nach de Misturas Plan Wahlen geben. Die Gespräche sollen sich um die Bildung einer breit abgestützten neuen Regierung und die Ausarbeitung einer neuen Verfassung drehen. Der UNO-Sondergesandte beruft sich dabei auf den letztes Jahr vereinbarten internationalen Friedensplan für Syrien.
Monika Bolliger beschreibt die „grimmige Ausgangslage für Friedensgespräche“

21 Tote bei Angriff in Badeort in Côte d’Ivoire. In der Elfenbeinküste haben Schwerbewaffnete am Sonntag drei Hotels und einen Strand des auch bei Touristen beliebten Badeorts Grand-Bassam angegriffen und 21 Menschen ermordet, darunter auch die deutsche Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan. Alle sechs Angreifer wurden in einer Schießerei mit Regierungstruppen getötet. Zu dem Attentat bekannte sich die Dschihadistengruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb.
David Signer: Der Terrorismus erreicht Côte d’Ivoire
Tagesschau.de: Eine Deutsche bei Terrorangriff getötet

Flüchtlinge: Faymann verteidigt Schwenk im ORF. Bundeskanzler Werner Faymann hat am Sonntagabend seinen Schwenk in der Flüchtlingspolitik in einem im Vorfeld umstrittenen Solo-Interview „Im Zentrum“ verteidigt. Es sei ihm bei der Diskussion mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Winter klar geworden, dass die Lösung des „Durchwinkens“ der Flüchtlinge angesichts stetig steigender Flüchtlingszahlen nicht funktioniere.
Die Sendung in der ORF-Tvthek
Michael Fleischhackers Nachtkritik: Das Interview war die Aufregung nicht wert

Sonde zum Mars geschickt. Auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars haben die Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam eine Sonde ins All geschossen. Die Proton-M-Rakete hob am Montag planmäßig um 10 Uhr 31 vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab. Sie erreichte nach etwa zehn Minuten den Erdorbit. Der Start galt als eine erste schwierige Hürde auf dem siebenmonatigen Flug zum Mars.
Mehr über die ExoMars 2016